Nach Impfaktion
USA: Pakistanischer Arzt verriet Osama bin Laden
"Ich bin sehr besorgt über das, was die Pakistaner mit diesem Menschen gemacht haben", sagte Panetta in einem Interview mit dem Sender CBS, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Afridi habe Erkenntnisse geliefert, die für den Einsatz gegen Bin Laden sehr nützlich gewesen seien, so der Minister. Die pakistanischen Behörden hatten den Arzt festgenommen und wegen Verrats angeklagt.
Panetta gab in dem Interview zu, dass Afridi in Wahrheit für den US-Geheimdienst arbeitete, als er im pakistanischen Abbottabad gesundheitliche Untersuchungen vornahm und DNA-Proben sammelte, um die Identität Bin Ladens zu beweisen. Die CIA hatte im Rahmen einer Polio-Impfaktion versucht, an die DNA von Bin Ladens Kindern zu kommen, um so die Anwesenheit der Terrorfamilie nachzuweisen. Laut Medienberichten wurden die Ärzte allerdings von Bin Ladens Wachposten abgewiesen (siehe Infobox).
Panetta: Pakistans Behörden wussten von Bin Laden
Der Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida war Anfang Mai des vergangenen Jahres in Abbottabad bei einem Spezialeinsatz von US-Elitetruppen getötet worden. Panetta sagte, Afridi habe sich in keiner Weise Pakistan gegenüber verräterisch verhalten. Der Kampf gegen den Terrorismus sei sowohl im Interesse der USA als auch Pakistans.
Zugleich betonte der US-Verteidigungsminister, er sei noch immer überzeugt, dass pakistanische Beamte über Bin Ladens Versteck Bescheid wussten. Geheimdienstinformationen zufolge flogen pakistanische Militärhubschrauber über den Wohnkomplex Bin Ladens in Abbottabad. Laut Panetta muss es Kenntnisse darüber gegeben haben, was in dem Anwesen vor sich ging.







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