Hochhaus-Ikone
New York: Empire State Building geht an die Börse
Laut Börseprospekt soll das New Yorker Hochhaus-Wahrzeichen künftig Teil eines neuen Immobilienfonds, eines sogenannten Real Estate Investment Trust (REIT), werden. Das Hauptgeschäft dieser REIT, die an der Börse wie normale Aktiengesellschaften gehandelt werden, liegt in der Verwaltung von Gebäuden.
Damit erhalten Aktionäre künftig die Möglichkeit, Anteile an dem einst höchsten Gebäude der Welt mit der einzigartigen Aussicht über New York zu erwerben. In dem betreffenden REIT sind inklusive des Empire State Building zwölf Gebäude gebündelt. Die meisten liegen wie der berühmte Wolkenkratzer in Manhattan, die restlichen in umliegenden Stadtteilen.
Rechtstreit mit Immobilien-Tycoon Trump
Die Familie Malkin verwaltet das Empire State Building seit 2002 und hatte das Gebäude erst 2010 völlig in ihren Besitz gebracht. Dem Deal waren langwierige Rechtsstreitigkeiten mit New Yorker Unternehmer-Giganten wie etwa dem Immobilien-Tycoon Donald Trump und der mittlerweile verstorbenen Hotel-Milliardärin Leona Helmsley vorausgegangen.
Die Familie initiierte seit der Übernahme einen 500 Millionen Dollar schweren Modernisierungsplan, mittels dessen das Hochhaus den aktuellen Umweltstandards angepasst werden soll. Bis Ende 2013 sollen zudem weitere 250 Millionen Dollar in die Renovierung des Gebäudes fließen.
Dass die Malkins die Kontrolle über den Wolkenkratzer nach dem Börsengang abgeben werden, gilt als unwahrscheinlich. Demnach werden sie künftig spezielle Aktien halten, an denen mehr Stimmrechte hängen, als an den normalen Aktien.
Bis 1974 das höchste Gebäude der Welt
Mit einer Höhe von 381 Metern und insgesamt 102 Stockwerken war das Empire State Building vom Zeitpunkt seiner Vollendung 1931 bis 1974 das höchste Gebäude der Welt. Damals wurde es vom 442 Meter hohen Sears Tower in Chicago abgelöst. Heute ist der Burj Khalifa in Dubai mit 828 Metern das höchste Bauwerk der Welt.
Zu den größten Mietern des Empire State Building gehören die Großbank Citigroup, der Kosmetikkonzern Elizabeth Arden und der Finanzinformationsdienstleister Thomson Reuters, die Muttergesellschaft der Nachrichtenagentur Reuters.







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