"Für uns beginnt der Winter am 1. Dezember und endet am 28. Februar", erklärt der Meteorologe Josef Lang von der Wetterwarte Innsbruck der Zentralanstalt für Meteorologie. Er hat die folgenden Daten erhoben: Die Temperatur entsprach im Raum Innsbruck exakt dem langjährigen Mittel. Extrem kalt hingegen war es im Raum Außerfern, im Pitztal und auf den Bergen.
Deutlich zu warm war es hingegen im Nordtiroler Oberland und in Osttirol. Das belegen die sogenannten Eistage, an denen die Temperatur ganztägig im Minusbereich liegt: Holzgau verzeichnete 38 (5 mehr als im langjährigen Schnitt), Ehrwald 31 (+9), Reutte 31 (+8), während St. Jakob in Defereggen ("Kältekammer Österreichs") mit 45 ein Minus von 3 verbuchen muss.
Beim Niederschlag gab es in Nordtirol durchwegs ein großes Minus. In Innsbruck fielen 88 Millimeter statt normal 138, in Kitzbühel 133 statt 230 und rekordverdächtig St. Anton am Arlberg mit 96 statt 303! Obergurgl bekam 92 statt 154 und profitierte nicht von den Italientiefs wie Osttirol: Dort lag Sillian mit 123 statt 127 fast völlig normal. Als großer Ausreißer muss Kössen erwähnt werden, wo es am 13./14. Jänner in 48 Stunden 161 Liter regnete!
Statt Schnee gab es diesen Winter dafür extrem viel Sonne. Lienz war "Sonnenkaiser" Österreichs und sah 343 Stunden (+68 Stunden mehr als normal), Jenbach 317 Stunden (+62), Sillian 268 Stunden (+87) und das schattige Mayrhofen immerhin auch 150 Stunden (+63).
von Günther Krauthackl, Tiroler Krone
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