Mit den immer neuen Enthüllungen über ihr Privatleben ist Sarah Palin unter Druck geraten. Da war zuerst die Nachricht von der Schwangerschaft ihrer 17- jährigen Tochter Bristol. Dann wurde bekannt, dass sich Palin wegen einer Untersuchung zu einem möglichen Machtmissbrauch in Alaska (sie soll einen Spitzenbeamten entlassen haben, weil dieser ihren Ex- Schwager, einen Polizisten, nicht feuern wollte) einen Anwalt genommen hat und dass ihr Mann Todd vor zwei Jahrzehnten wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen wurde und nicht die Republikaner, sondern die Alaska Unabhängigkeitspartei unterstützt hat.
McCain, der Palin Ende vergangener Woche überraschend als seine Vizekandidatin aus dem Hut gezaubert hat, droht nun die Gefahr, dass die zunächst von Beobachtern als kluger Schachzug gelobte Berufung der konservativen Gouverneurin zur Belastung seines Wahlkampfs wird. Inzwischen gab es schon etliche kritische Fragen an Arthur Culvahouse, den Mann, der die Kandidatensuche für McCain koordiniert hatte. Auf die Frage, ob er wirklich alle möglichen Probleme im Lebenslauf von Palin überprüft habe, sagte Culvahouse: „Ich glaube schon.“ Culvahouse erklärte, Palin habe McCains Wahlkampfteam freiwillig von der Schwangerschaft ihrer Tochter und der Berufung des Anwalt berichtet, der sie wegen der Untersuchung zum möglichen Machtmissbrauch beraten soll.
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