Nach dem mühsamen und medienwirksam inszenierten Verkauf des Schwarzenegger-Geburtshauses in Thal bei Graz hatten die Unkenrufer Hochsaison. Denn als Käufer schien (zunächst) eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft auf, die verpflichtet gewesen wäre, das Objekt für Wohnzwecke zu nutzen - kein Museum? Oder doch ein Museum? Aber nicht im Haus?
Schon ohne Museum einige Attraktionen
Jetzt ist alles anders: "Begonnen hat's mit dem Anruf eines äußerst finanzkräftigen österreichischen Unternehmers", sagt Peter Urdl, jener Mann, der einst mit Arnold Schwarzenegger die Schulbank gedrückt hat, dann Bürgermeister von Thal war und sich stets irgendwie verpflichtet gefühlt hatte, die Verbindung seiner Ortschaft mit ihrem berühmtesten Sohn zu intensivieren. Dafür hat er den Arnold-Wanderweg geschaffen, beim Gemeindehaus schon ein kleines Arnie-Museum eingerichtet und sogar jenes Boot, in dem der "Terminator" seiner Maria einst mitten auf dem Thalersee das Hochzeitsversprechen abgenommen hatte, als Touristenattraktion aufgestellt.
Haus gehört jetzt der "Arnie's life GmbH"
Aber zurück zum Anruf: "Der Mann (der definitiv nicht Schwarzenegger selbst ist - Anm.) hat mich gefragt, ob er uns helfen könnte. Wir haben uns dann in Thal getroffen, und nach drei Stunden war alles klar. Er versprach, das ganze Projekt zu finanzieren, ohne sich werbewirksam in Szene setzen zu wollen. Die Genossenschaft zog sich mit Einverständnis des Hausbesitzers Heinz Anderwald zurück. Jetzt gehört das Objekt einer Firma namens 'Arnie's life GmbH', deren Geschäftsführer ich bin." Unter Firmenzweck steht nur ein Wort da: Museum.
Nonstop-Schwarzenegger-Kino
"Wir werden anhand von alten Fotos das Haus so herrichten, wie es zu Arnolds Zeiten war - also total original", sagt Peter Urdl. Zugebaut wird auch: "Toiletten und ein Souvenirshop. Die von Arnold zur Verfügung gestellten Ausstellungsstücke kann man im Haus bewundern. Dort soll's unter anderem auch ein kleines Kino geben, in dem ständig seine Filme laufen."
Eröffnung im Mai 2010
Eröffnen will man im kommenden Mai. Die Hoffnung, dass Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich dazu erscheint, lebt. Und natürlich wird das Museum auch weltweit beworben - die nötigen Geldmittel gibt's ja jetzt!
von Werner Kopacka ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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