Todesstrecke

Maut-Flüchtlinge als permanente Gefahr auf der B156

Salzburg
30.09.2010 12:37
Der dritte tödliche Unfall auf der Lamprechtshausener Bundesstraße innerhalb weniger Monate löst jetzt eine heftige Verkehrsdiskussion aus. Vor allem die auf Maut-Flucht befindlichen Lastautos sind eine permanente Gefahr.

Mitte Jänner verunglückte eine Frau (20) aus Wals auf der Strecke zwischen Anthering und Bergheim. Sie prallte gegen einen Lkw. Vor wenigen Tagen starb ein Pensionist (70) aus Salzburg. Der Autofahrer kollidierte mit einem Lastwagen. Und am Dienstagabend geriet die 37-jährige Sylvia S. auf der B156 bei der Auffahrt Anthering ins Schleudern. Ihr Wagen schlitterte in einen entgegenkommenden Schwertransporter. Die Kellnerin wurde im Wrack eingeklemmt. Sie erlag Stunden später im Unfallspital in Salzburg ihren schweren Verletzungen.

Bürgermeister Johann Mühlbacher sowie Feuerwehrkommandant Johann Landrichtinger aus Anthering sind sich einig: Es ist der zunehmende Schwerverkehr, der die Strecke so gefährlich macht. Die Autofahrer versuchen die Lkws zu überholen, dabei kommt es häufig zu Unfällen. Die Route ist bei Lkw-Fahrern so beliebt, weil sie sich die Autobahnmaut zwischen Suben und Salzburg sparen.

von Manuela Kappes, "Salzburger Krone"

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