Verdächtiger sagte aus: "Heidrun Wastl starb bei Sturz"

23.05.2012, 22:02
Verdächtiger sagte aus: "Heidrun Wastl starb bei Sturz" (Bild: Andreas Graf)
Foto: Andreas Graf
Spektakuläre Wende im Fall der seit 2001 vermissten Heidrun Wastl (damals 37) aus Wiener Neustadt: Der 41- jährige Verdächtige hat eine "Beichte" abgelegt. Die Frau sei bei einem Waldspaziergang mit dem Kopf gegen einen Stein geprallt und leblos liegen geblieben. In Panik will er die Sterbende zurückgelassen haben, berichtete Erich Habitzl von der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Die Ermittler zweifeln diese Version allerdings an. Der Tischler wurde wegen Mordverdachts festgenommen.

Wie aus Ermittlerkreisen zu hören war, handelt es sich bei dem Verdächtigen um jenen Mann, der am Tag des Verschwindens der Frau als Tischler bei ihr zu Hause tätig war. Der damals 32- Jährige stand bereits im September 2002 unter Verdacht, weil er als Verfasser eines "Abschiedsbriefes" ausfindig gemacht worden war, der bei Wastls Ehemann einlangte.

In dem Text hieß es: "Ich sorge schon um sie, ihr geht es gut, wir sind im Ausland, sie will dich anrufen, wenn sie bereit ist..." Ein "tragfähiger Beweis für eine Täterschaft" konnte damals laut Polizei jedoch nicht erbracht werden.

Spürhunde bei Suche nach Leiche im Einsatz

In einem Waldstück in der Buckligen Welt waren am Dienstag und Mittwoch Ermittler des Bundeskriminalamts mit Spürhunden im Einsatz, um nach den sterblichen Überresten der Frau zu suchen. Die Aktion musste aufgrund starker Regenfälle zeitweise unterbrochen werden.

Seit 2001 verschollen

Heidrun Wastl gilt seit dem 28. September 2001 und somit seit bald elf Jahren als vermisst. Die Kindergartenhelferin wollte an jenem Tag ihren sechsjährigen Sohn um 11.30 Uhr von der Schule abholen, kam dort aber nie an. Der Fall wurde im Juli 2002 auch in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" aufgegriffen. Wastl wurde mittlerweile von ihrem Ehemann auch für tot erklärt. Das mysteriöse Verschwinden der damals 37- Jährigen wird seit Jänner 2012 im Rahmen des "Cold Case"- Managements vom Bundeskriminalamt untersucht.

AG/red
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