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Trio schleudert in Salzburg Eisbrocken auf Fahrbahn

02.02.2012, 08:28
Trio schleudert in Salzburg Eisbrocken auf Fahrbahn (Bild: Niki Faistauer)
Foto: Niki Faistauer
Schockmoment für einen Taxilenker in Zell am See in Salzburg: Unbekannte warfen von der Heldenheimbrücke einen Eisbrocken auf die Brucker Straße. Der Chauffeur prallte mit seinem Mercedes- Kleinbus gegen den 20 bis 30 Kilo schweren Brocken. Bereits am 12. Jänner war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen.

Freitag gegen 3 Uhr früh: Mario Schmuck (22, Bild), der für "Euro Taxi" in Kaprun arbeitet, hatte gerade einen Urlauber nach Zell am See gebracht und befand sich auf dem Rückweg. "Als ich mit unserem Bus die Brucker Straße bei der Heldenheim- Fußgängerbrücke passierte, sah ich plötzlich etwas durch die Luft fliegen. Dann machte es einen lauten Rumpler und ein Eisbrocken mit etwa 50 Zentimeter Durchmesser schlug drei Meter vor mir auf der Fahrbahn ein. Ich konnte nicht mehr ausweichen", schildert der sichtlich geschockte Chauffeur. Der Wagen prallte gegen den gefrorenen Klumpen. Schmuck sah nach dem Unglück noch, wie drei Personen die Flucht ergriffen.

"Will dort am liebsten gar nicht mehr vorbeifahren"

"Ich möchte gar nicht denken, was passiert wäre, wenn er nur Sekunden früher vorbeigefahren wäre. Der Eisbrocken wog 20 bis 30 Kilogramm. Wenn der durch die Windschutzscheibe fliegt, ist es vorbei", zeigt sich Hermann Malaun, Geschäftsführer von "Euro Taxi", ziemlich betroffen. Er beziffert den Schaden am Fahrzeug auf 3.000 Euro.

Der Unternehmer und seine 20 Chauffeure haben jetzt ein mulmiges Gefühl, wenn sie Brücken passieren. "Ich will dort am liebsten gar nicht mehr vorbeifahren", so Schmuck. Sein Chef und er hoffen, dass die Übeltäter gefunden werden.

Auch 18- Jähriger warf Eisbrocken von Brücke

Zu einem ähnlichen Vorfall war es bereits am 12. Jänner gekommen. Damals warf ein 18- jähriger Einheimischer an derselben Stelle einen Eisbrocken auf die Fahrbahn. Das Geschoss verfehlte ein Taxi, in dem der Lenker und drei Kunden saßen, nur knapp. Auch hier entstand am Wagen großer Schaden, da die Windschutzscheibe Sprünge bekam.

Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter noch am selben Abend fassen. Einen Zusammenhang mit dem zweiten Vorfall streitet er ab.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung/red
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