Seit Februar sorgte ein anonymer Anrufer für Aufregung. Immer wieder drohte der Unbekannte der Bezirksalarmzentrale (BAZ) der Feuerwehr Baden mit einer Bombe. Das Gebäude wurde evakuiert, ein Sprengkörper freilich nie gefunden. Nach der sechsten Drohung bei den Florianijüngern und einem weiteren "Bombenterror" am selben Tag in der Martinek-Kaserne (Bild) des Bundesheeres schaltete sich das Landeskriminalamt ein.
Ermittlungen ergaben, dass ein Mann immer zu einer gewissen Zeit von zwei öffentlichen Telefonzellen anrief. Nachdem sich die Beamten auf die Lauer gelegt hatten, schnappte die Falle zu. Für einen 35-Jährigen klickten die Handschellen.
Der gelernte Tischler ist schon seit einigen Jahren in Frühpension. Er leidet an paranoider Schizophrenie und gab unter anderem an, sich durch "Einsatzsirenen auf der Straße und im Fernsehen" gestört zu fühlen. "Mit den Bombendrohungen wollte er sich ,abreagieren", so Chef-Ermittler Scheidl.
Von Christoph Budin (Foto: Peter Tomschi)
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