Die Suchaktion entlang der Ache gestaltete sich laut Rettungs- und Feuerwehrleitzentrale deswegen so schwierig, weil die genaue Zahl der an den geführten Touren teilnehmenden Personen auch Stunden nach dem Unfall noch nicht klar war.
Die Angaben schwankten vorerst zwischen 60 und 65 Personen, tatsächlich dürften es 74 Teilnehmer gewesen sein. Bis zum frühen Nachmittag mussten zudem acht Gerettete ins Spital gebracht werden, was den Überblick zusätzlich erschwerte.
Die zwei Teams waren am Samstag in Langenegg in Bezirk Bregenz in fünf Booten zu der Raftingtour auf der Bregenzer Ache gestartet. An einem Kraftwerkswehr bei Alberschwende verloren gegen 12.00 Uhr alle Besatzungen die Kontrolle über ihre Boote und kenterten. Sofort wurde Großalarm ausgegeben, Wasserrettung, Rotes Kreuz, Feuerwehr und Polizei machten sich mit insgesamt 240 Mann auf die Suche nach "zehn bis zwölf Vermissten". Zudem wurde aus der Luft mit zwei Hubschraubern Ausschau gehalten.
Drei Stunden nach dem Unglück, um ca. 15 Uhr, gab die Einsatzleitung dann zum ersten Mal Entwarnung: Es konnten alle Teilnehmer der Raftingtour gerettet werden, hieß es. Die Bergung zweier Sportler gestaltete sich schwierig, weil sie in unwegsamem Gelände an Land geschwemmt worden waren. Acht gerettete Sportler habe man ins Krankenhaus bringen müssen.
Nur eine Stunde später, um 16 Uhr, meldete Vorarlbergs Sicherheits- Landesrat Erich Schwärzler, dass doch noch zwei Personen vermisst würden. Man habe die Teilnehmerlisten erneut verglichen und dabei die beiden fehlenden Rafter entdeckt. "Es besteht die Hoffnung, dass diese in der langen Schlucht, welche die Ache nach der Unglücksstelle durchfließt, ans Ufer gelangten und dort ihrer Bergung harren", so Schwärzler. Rund 50 Minuten später konnte der Landesrat dann endgültig den erfolgreichen Abschluss der Suchaktion bestätigen. Alle Vermissten seien jetzt in Sicherheit.