Drei Jahre danach

Prozess gegen die Entführer des Flick-Sarges gestartet

Kärnten
29.02.2012 18:13
Mehr als drei Jahre nach der Entführung des Sarges mit den sterblichen Überresten des Milliardärs Friedrich Karl Flick aus Kärnten ist nun in Budapest der Prozess gegen die Verdächtigen eröffnet worden. Der mutmaßliche Drahtzieher, der Budapester Jurist Barnabas S., bestritt am ersten Prozesstag sämtliche Vorwürfe.

Der Anwalt will dem 2009 ebenfalls verhafteten Rumänen Laszlo F. (er wurde wegen Polizisten-Mordes ohnehin per Haftbefehl gesucht) nur mit einem "Ratschlag" geholfen haben. Denn dieser soll den Sarg-Raub wegen Geldproblemen aus eigenen Stücken durchgezogen - dann aber kalte Füße bekommen haben.

"Ich sagte ihm, er soll die Familie Flick informieren, dass er den Sarg gefunden hat. Und dann den Finderlohn kassieren", so der Anwalt. Was der Rumäne naturgemäß anders sieht.

Aufsehenerregende Entführung
Der Diebstahl des Sarges aus der Familiengruft auf dem Friedhof von Velden wurde am 19. November 2008 von der Polizei bekannt gegeben. Wenige Tage zuvor waren das Grab des 2006 im 79. Lebensjahr verstorbenen Wahl-Österreichers geschändet und der Sarg entwendet worden.

Unbekannte hatten die Hunderte Kilo schweren Granitplatten zur Seite gerückt und den Sarg abtransportiert. Mehr als ein Jahr lang blieb dieser anschließend verschwunden, bis er am 29. November 2009 in Ungarn sichergestellt werden konnte. Am 3. Dezember 2009 wurde der Sarg samt den sterblichen Überresten des Milliardärs schließlich zum zweiten Mal in Velden bestattet.

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