"Das Geld ist übrig geblieben, weil Friesachers Vertrag vorzeitig gelöst wurde", sagt der ehemalige Protokollchef Haiders. Er habe Haider das Geld bar übergeben: "Was er damit gemacht hat, weiß ich nicht."
Missbrauch durch Haider vermutet
Bei den freizügigen Russen handelt es sich um jene Investoren, die ihr Geld auch in das Blumenhotel in St. Veit gesteckt haben. Das lässt SPÖ und Grüne aufschreien. Der rote Abgeordnete Herwig Seiser vermutet versteckte Parteienfinanzierung, der grüne Rolf Holub einen Missbrauch der Hypo durch Haider, weil der Deal über ein Hypo-Kreditkonto abgewickelt wurde.
Koloini besteht darauf, dass das Friesacher-Sponsoring weder mit Steuer- noch mit Hypo-Geld zu tun hatte. Dieser Verdacht war damals aufgekommen, da Haider über die Namen seiner Geldgeber schwieg. Auch die bald danach erfolgte Einbürgerung der betreffenden Russen habe nichts mit den Friesacher-Millionen zu tun gehabt, so Koloini.
Staatsbürgerschaft aus "Staatsinteresse"
Die Staatsbürgerschaft wurde den russischen Investoren aus "Staatsinteresse" gewährt. "Die Landesregierung hat den Antrag bei der Bundesregierung eingebracht. Die hat festgestellt, dass das Staatsinteresse gegeben ist", erklärt der Chef der Wahlrechtsabteilung, Herbert Hauptmann: "Ob jemand und wer allenfalls bei der Bundesregierung dafür interveniert hat, entzieht sich meiner Kenntnis."
von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"
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