Zur Vorgeschichte: Unter der Führung von Helmut "Marcel" Elsner als BAWAG-Generaldirektor sind die berühmt-berüchtigten Karibik-Geschäfte wieder aufgenommen worden. Dabei wurde stets mit Flöttl jun. zusammengearbeitet, der auf den Bermudas eine Investmentgesellschaft besessen hatte. Laut Elsner habe Flöttl. jun. "vorschriftswidrig" mit dem Geld der BAWAG spekuliert und dadurch die hohen Verluste verursacht. In einem Schreiben hätte Flöttl jun. dann sogar eine Art "Geständnis" abgelegt.
Flöttl jun. sieht die Sachlage offensichtlich anders und wehrt sich "auf das Heftigste" gegen Elsners Darstellung. Er will künftig nur mehr über seinen Anwalt Stellung beziehen.
Staat haftet für 5,5 Mrd. Euro Einlagen
Inzwischen bestätigte Finanzminister Grasser, dass die Republik noch für Spareinlagen der "alten" PSK, die in der BAWAG aufgegangen ist, im Ausmaß von 5,5 Milliarden Euro haftet. Ursprünglich umfasste diese Staatsgarantie sogar 19,6 Mrd. Euro. Weiters legte Grasser eine Chronologie der seit 1995 durchgeführten Prüfungen der BAWAG vor.
Demnach habe der Wirtschaftsprüfer KPMG im März 2001 im Bericht ans Finanzministerium nichts beanstandet - was nun zu Ermittlungen gegen die KPMG führen kann! Und noch im Juni 2001 habe der BAWAG-Vorstand schriftlich erklärt, keinerlei Geschäfte mehr mit Wolfgang Flöttl zu machen. Grasser: "Wenn du angelogen, angelogen, angelogen wirst, ist das halt ein Problem."
Von Dr. Georg Wailand und Ch. Ebeert, Kronen Zeitung
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