"Da ist einer im Rollstuhl weggefahren", berichtete ein Anrainer nach dem vorerst letzten Einbrauch des Trios in ein Geschäft in Staatz in Niederösterreich den verdutzten ermittelnden Beamten.
Die Fahnder nahmen den Hinweis ernst: Und stießen bald tatsächlich auf einen 15-jährigen Jugendlichen im Rollstuhl. Der Bursche gestand, seine Behinderung für kriminelle Zwecke ausgenützt zu haben: "Wenn ich im Rollstuhl saß, dann hat das keinen Verdacht erweckt. Ich habe Aufpasserdienste geleistet."
Den Verdächtigen konnten 14 Coups nachgewiesen werden. Besonders verwerflich: Wenn der 15-Jährige von seinen Freunden Besuch im Rehabilitationszentrum bekam, brachen die drei Spinde anderer Patienten auf. Gleiches taten sie in einem Wiener Krankenhaus. Dazwischen sammelte der Behinderte Spenden für eine "Hilfsorganisation". Das Geld floss aber in die eigene Tasche...
Von Mark Perry, Symbolbild
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