Die Daten sind für Wien dramatisch: Von Juli 2010 bis Juli 2011 erhöhte sich die Zahl der Sozialhilfebezieher um mehr als 18 Prozent auf nunmehr 129.800. Dieser Anstieg um 19.800 Härtefälle ist der größte Jahressprung seit 2000 - insgesamt hat sich die Zahl jener Bürger, die nur dank dieser Nothilfe überleben können, verdreifacht.
Und wie die Statistik der MA 40 zeigt: Die Anzahl der Familien mit zwei oder mehreren Kindern, die um Sozialhilfe ansuchen mussten, stieg schon von 2007 auf 2008 um mehr als 45 Prozent. Auch Alleinerzieherinnen mit mehr Kindern rutschen immer häufiger in die Armutsfalle - hier gibt es einen Anstieg von 12,8 Prozent.
"Bezeichnend ist auch, dass die Zahl der Sozialhilfebezieher in der Altersgruppe von 60 bis 74 Jahren sogar um 14,4 Prozent gestiegen ist", attackierte Wiens FP-Chef Johann Gudenus Finanzstadträtin Renate Brauner (SP). Sie sei laut Gudenus "mit ihrer Gebührenpolitik dafür verantwortlich, dass die Armut in Wien wächst".
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.