Gusenbauer blockt

Kanzler auf der Temelín-Bremse

Oberösterreich
31.03.2008 19:14
Dass sie in Wien gegen Wände laufen, waren Oberösterreichs Atomgegner schon von Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel gewohnt. „Alfred Gusenbauer blockt noch mehr ab“, klagt nun Grünen-Chef Rudi Anschober den Kanzler an, der im Wahlkampf vollmundig Hilfe gegen Temelín versprochen hatte.

Überhaupt ist die Luft für die Temelín-Aktivisten in Wien dünn geworden. „Im Nationalrat haben die oberösterreichischen Abgeordneten unsere Atomsprecherin Ruperta Lichtenecker früher unterstützt, jetzt tut sich da kaum noch was“, kritisiert Anschober die Mandatare: „Sie sollten eigentlich die gemeinsame Anti-Atom-Linie aller Parteien Oberösterreichs und vor allem ihrer Wähler auch im Parlament mittragen.“

Vom Kanzler hat das Land schon im Juli 2007 einen gemeinsamen Temelín-Gipfel verlangt, bekam zuerst eine Absage, weil die Temelín-Kommission noch arbeite, urgierte im September erneut - und hat darauf bis heute noch nicht einmal eine Antwort bekommen.

Inzwischen sind mit den Ausbauplänen für das AKW Mochovce neue Probleme dazugekommen. Infos und Protestmöglichkeit im Internet: www.mochovce.com.

 

Foto: Chris Koller

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