"Sind verzweifelt"

Helferin aus OÖ berichtet über die Situation in Haiti

Oberösterreich
31.01.2010 15:40
Zehntausende Kinder sind Waisen, Hunderttausende Familien obdachlos - das Erdbebendrama brachte unbeschreibliches Leid über Haiti. Das hat die Caritas-Mitarbeiterin Ruth Schöffl (Bild) aus Hellmonsödt zwei Wochen lang mit ihren eigenen Augen gesehen und den Ärmsten der Armen geholfen: "Die Menschen sind verzweifelt."

Die Folgen des Haiti-Erdbebens verstärken das Drama um ein Vielfaches: Die Caritas-Helferin Ruth Schöffl war in den Städten Port-au-Prince und Leogane: "Das Ausmaß dieser schweren Katastrophe war noch nie da gewesen!"

Wie berichtet (Infobox), wurden nicht nur Hunderttausende Wohnhäuser zerstört, sondern nahezu alle Gefängnisse des Landes. Folge: Sämtliche Verbrecher und Kriminelle laufen frei herum und stellen für die Bevölkerung eine große Gefahr dar. "Kinder, die plötzlich keine Eltern mehr haben, auf der Straße leben müssen, sind kriminellen Banden ausgeliefert."

Bald kommt der Regen
Immer wieder entdeckte die 33-Jährige obdachlose Mädchen und Buben und brachte sie in die überfüllten Waisenhäuser. Und die Helferin fürchtet schon die nächste Katastrophe nahen: "Die Regenzeit beginnt in zwei Monaten. Es gibt kaum Zelte."

Kronen Zeitung

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