In dem Vaterschaftsprozess geht es um das Erbe Fischers, das auf rund zwei Millionen Dollar geschätzt wird. Involviert sind sowohl Verwandte Fischers als auch die US- Finanzbehörden.
Isländischen Medienberichten zufolge haben die Behörden in der Zwischenzeit Vorbereitungen für die Exhumierung getroffen. Der Friedhofswärter von Laugardaelir in der Nähe der südisländischen Ortschaft Selfoss, Haraldur Thorarinsson, sagte am Samstag, die Exhumierung und Wiederbestattung Fischers werde wohl innerhalb von "zwei, drei Wochen" stattfinden. Der genaue Zeitpunkt soll "so geheim wie möglich" bleiben. Die Dauer der gesamten Aktion ist mit weniger als zwei Stunden veranschlagt.
Ein über dem Grab aufgestelltes Zelt soll die Exhumierung vor den Blicken möglicherweise anwesender Schaulustiger schützen. Das Grab Bobby Fischers ist seit seinem Tod im Jänner 2008 zum Touristen- Ziel geworden.
Der US- Amerikaner Fischer wurde zu einem Helden des Kalten Krieges, als er beim WM- Turnier in Reykjavik 1972 den Sowjetrussen Boris Spasski bezwang. Island gewährte ihm 2005 Asyl, als ihm wegen Steuerhinterziehung die Abschiebung in die USA drohte.