Laut Lopatka sei das Pensionsantrittsalter im Jänner 2010 bei 49,6 Jahren gelegen, im Februar bei 52,0 und im März bei 51,4 Jahren. Im Schnitt habe damit im ersten Quartal das Antrittsalter 51 Jahre betragen. In der Vorjahresperiode sei das Antrittsalter noch um ein halbes Jahr höher gelegen, im gesamten Vorjahr seien die Beschäftigten im Schnitt mit 52 Jahren in Pension gegangen.
ÖBB: Alles keine regulären Pensionen
Für Bachmayer ist Lopatkas Vergleich mit dem Vorjahr aber nicht stichhaltig: Heuer sei in den ersten drei Monaten kein einziger Eisenbahner regulär in Pension gegangen, sondern "erfahrungsgemäß nur aus krankheitsbedingten Gründen".
Lopatka attackierte mit der Kritik aber ohnehin in erster Linie die SPÖ: Infrastrukturministerin Doris Bures hatte ja angekündigt, das Pensionsantrittsalter bei den ÖBB solle pro Jahr um ein Jahr steigen. Bachmayer zeigte sich am Dienstag zuversichtlich, dass das auch gelingen werde. Im April und Mai liege das Pensionsantrittsalter bei 54 Jahren, dabei handle es sich um Pensionierungen aus eigener Entscheidung sowie aus betriebsbedingten Gründen.
Nach einem Jahr Krankenstand automatisch in Pension
Lopatka kritisierte im Radio Ö1 auch die Regelung bei den ÖBB, dass man nach einem Jahr Krankenstand unabhängig vom Alter automatisch in Pension gehen könne. Weiters gebe es "ungerechtfertigte Aufschlagszahlungen" von mehr als 12 Prozent bei den Pensionen, alleine diese würden laut Rechnungshof in den kommenden Jahren mehr als 1,2 Milliarden Euro kosten: "Der Steuerzahler zahlt für die ÖBB-Pensionen 2010 somit mehr als für die gesamte Landesverteidigung".
Bei der Gelegenheit kritisierte Lopatka auch den Schuldenstand bei den ÖBB: Dieser sei von 6,4 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf 17,6 Milliarden Euro im Jahr 2010 "explodiert", die Zuschüsse des Staates auf 7 Milliarden Euro gestiegen. Bures und das neue Management seien zum Handeln aufgefordert, so der ÖVP-Staatssekretär.
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