Willkommen | Registrieren | Hilfe | Login
krone.at/Videos kronehat.at krone.at/mobil cookingstars.at

Überraschung im Kraftwerks-Krimi: Behörde sagte "Ja"

13.07.2010, 19:48
Überraschung im Kraftwerks-Krimi: Behörde sagte "Ja" (Bild: KEG)
Foto: KEG
"Die rechtliche Beurteilung erfolgte positiv." Nach viereinhalb Jahren Rekordprüfung hat der Leiter der UVP- Behörde am Dienstag grünes Licht zum Bau des umstrittenen Gaskraftwerkes in Klagenfurt signalisiert. Doch: Umweltreferentin Beate Prettner sieht dieses Ergebnis nach einem Zwist der Verfahrensleiter aber skeptisch und lässt erneut prüfen.

Die plötzliche Veröffentlichung des positiven Bescheidentwurfs, dem die aufwändigste Umweltprüfung in der Kärntner Geschichte vorausgegangen war, sorgte am Dienstag für Überraschungen. Der Leiter der Behörde, Albert Kreiner, kommt am Ende des 351 Seiten starken Dossiers zu dem Schluss, dass die Anlage umweltverträglich sei; eine Empfehlung an die Regierung, den Bau des Gaswerks (GDK) zu bewilligen.

Letztes Wort nicht gesprochen

Das letzte Wort im Poker um die 350 Millionen Euro teure Anlage ist damit aber noch nicht gesprochen. Weil vor allem die Leiterin des Verfahrens, Martina Greiner, den Bescheidentwurf ihres Abteilungsleiters anzweifelt, hat Umweltreferentin Beate Prettner eine neuerliche Überprüfung der "Akte GDK" veranlasst.

Damit wird zwar einer der renommiertesten Rechtsexperten Österreichs, Bernd Raschauer, betraut – dieser ist aber gleichzeitig der Doktor- Vater des streitbaren Anwalts der Kraftwerksgegner, Wolfgang List, der gegen das Vorhaben ankämpft.

Raschauer soll die strittigen Bereiche Meteorologie, Emissionen, Gesundheit und Landschaftsbild nochmals überprüfen, bevor im politischen "Lenkungsgremium" und voraussichtlich im September in der Regierung definitiv über den Bau entschieden wird.

Drei Jahre dürften noch vergehen

Dass die Arbeit der Behörde mit der neuerlichen Experten- Prüfung, die indirekt auch über die Objektivität Kreiners entscheidet, ad absurdum geführt wird, glaubt Prettner nicht. Bis das Vorhaben alle Instanzen hinter sich hat, dürften noch bis zu drei Jahre vergehen.

von Thomas Leitner ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at

Lesezeichen hinzufügen:
Schließen
Lesezeichen Drucken
0
Du hast einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreibe hier dein Storyposting! Du möchtest mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht dir jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings, bitten wir dich, unsere AGB und Netiquette einzuhalten!
Kommentar schreiben
500 Zeichen frei.
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; 1190 Wien, Muthgasse 2
Krone Multimedia © 2011 Krone.at | Impressum