Einiges verbessert

Platz eins erobern mit dem “Fussball Manager 12”

Spiele
31.10.2011 13:15
Fußballvereine in den obersten Spielklassen sind heutzutage millionenschwere Wirtschaftsunternehmen, die als Dienstleistung gewissermaßen sportliche Unterhaltung anbieten. Real Madrid schaffte im Jahr 2010 etwa einen Umsatz von 401,4 Millionen Euro, gefolgt vom FC Barcelona mit 365,9 Millionen Euro und Manchester United mit 327 Millionen Euro. Doch bevor in solche Dimensionen vorgestoßen werden kann, muss klein begonnen werden. Wie dies gelingen könnte, kann etwa mit dem "Fussball Manager 12" aus dem Hause EA ausprobiert werden.

Die Entwickler haben im Vorfeld versprochen, die wesentlichen Kritikpunkte, die vor allem den 3D-Simulationsteil betrafen, zu beseitigen. Hunderte Verbesserungen sollen den Weg in das Spiel gefunden haben. Am augenscheinlichsten sind die Änderungen im Finanzbereich, den Veränderungsmöglichkeiten am Vereinsgelände, bei der Kaderzusammenstellung sowie beim komplett runderneuerten 3D-Modus.

Bei den schier endlose Möglichkeiten ist für jeden etwas dabei. Wer jetzt ob der Fülle an Aufgaben entsetzt die Hände vor dem Gesicht zusammenschlägt, der sei gleich wieder beruhigt. Es dürfen natürlich auch nur Teilbereiche, etwa die sportliche Leitung, übernommen werden. Selbst dort können Assistenten bestimmte Aufgaben erledigen. Neulingen ist dies sehr empfohlen, da sie sonst in der gebotenen Spieltiefe schnell hilflos untergehen.

Vertrauen der Märkte als wichtigstes Gut
Die Finanzmärkte sind unberechenbar. Wer nicht aufpasst, steht schnell ohne dem wichtigsten Gut da, dem Vertrauen der Märkte. Dann helfen keine noch so gefinkelten Strategien mehr, der Bankrott ist die unausweichliche Folge. Im anderen Fall sprudeln die Einnahmen für den Verein immer mehr. Damit lässt sich der Kader sukzessive verbessern und das Vereinsgelände weiter modernisieren. Die Gelder kommen neben Eintrittsgeldern von Merchandising und Mitgliedsbeiträgen von Sponsoren, die je nach Höhe ihrer Zuwendungen in drei Kategorien eingeteilt sind. Zusätzlich gibt es auch Werksteams, deren finanzielle Ausstattung hauptsächlich von den Eigentümern getragen wird.

Mini-"Sim City" mit drei Stadien
Am Vereinsgelände kommt man sich fast wie einem Mini-"Sim City" vor, da nun 25 Gebäude mit unzähligen Konfigurationsstufen zur Verfügung stehen. Zudem dürfen bis zu drei Stadien hochgezogen werden. Da der Zahn der Zeit an der Bausubstanz nagt, empfiehlt es sich, sie nach einiger Zeit zu sanieren.

Stundenlang könnte man also mit allen finanziellen und organisatorischen Aspekten verbringen, ohne je einen Fußballplatz zu Gesicht bekommen zu haben. Viele werden sich daher wohl primär mit den Transfers, Taktik, Aufstellung und dem Coaching während der Spiele beschäftigen. 

Kaderanalyse hilft
Bei der Kaderzusammenstellung hilft ein interessantes neues Feature. Die Kaderanalyse zeigt nämlich an, wo Handlungsbedarf am Transfermarkt besteht oder eine Vertragsverlängerung durchaus Sinn macht. Die Resultate der Analyse werden in einer Farbskala leicht verständlich dargestellt. Alle Werte eines Spielers scheinen dabei berücksichtigt zu werden, denn bei jungen Spielern - die Potential, aber noch keinen Platz im Kader haben - wird mitunter empfohlen, sie zu verleihen. Diese tolle Neuerung hilft enorm, die Mannschaft mit der Zeit immer mehr zu verbessern.

Überarbeiteter 3D-Modus mit Schwächen
Schlussendlich zählt aber im Fußball nur die Leistung am Platz. Lediglich mit den entsprechenden Resultaten, also Siegen, sind alle - von den Sponsoren bis zu den Fans - zufriedenzustellen. Leider war der 3D-Modus im letzten Jahr nicht gerade ein Ruhmesblatt. Er präsentiert sich nun in neuem Gewand, das nicht nur optisch etwas hermacht, sondern endlich auch das taktische Verhalten des Teams korrekter darstellt. Dank der neuen übersichtlichen Menüführung lassen sich Änderungen, beispielsweise bei der taktischen Ausrichtung, sehr bequem vornehmen. Ganz ohne Fehl und Tadel ist der Modus allerdings noch nicht. Wenn bei einem Testspiel gegen ein unterklassiges Team, bei dem die Spieler nicht so aggressiv agieren sollen, zwei mit Rot vom Platz gestellt werden, dann treibt das nicht nur die Zornesröte ins Trainergesicht, sondern ist auch nicht sehr realitätsnah.

Unfreiwillige Komik im Ohr
Die akustische Untermalung entbehrt wie bereits letztes Jahr nicht einer gewissen Komik. "Ihr werdet nie deutscher Meister!" skandieren etwa die Fans. Sie haben zwar prinzipiell recht, doch bei einem Spiel zweier österreichischer Bundesligisten hört sich das äußerst lächerlich an. Alles in allem darf die Überarbeitung jedoch als gelungen bezeichnet werden.

Bis zum erfolgreichen Trainer und Manager ist jedenfalls ein langer, zeitintensiver Weg. Nur mit der entsprechenden Ausdauer und etwas Geschick wird der Erfolg schließlich eintreffen.

Fazit: Beim "Fussball Manager" hat sich einiges getan. Die Entwickler haben für Ausgabe 12 die Kritik der Spieler angenommen und einige Verbesserungen umgesetzt. Insbesondere der neue 3D-Modus hat einige Schritte in die richtige Richtung gemacht. In Verbindung mit den Lizenzen, die - wie schon seit Langem - die österreichischen Ligen umfassen, versinkt man schnell viele Abende im Spielgeschehen, um endlich den eigenen Lieblingsverein ganz nach vorne zu bringen.

Plattform: PC
Publisher: EA
krone.at-Wertung: 8/10

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Spiele
31.10.2011 13:15
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
krone.at
krone.at
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung