So, 21. Jänner 2018

Soziale Netzwerke

21.08.2007 11:42

So pflegst du via Internet deine Kontakte

Freundschaften zu pflegen, ist eine Kunst. Im Internet sprießen daher so genannte "Social Networking"-Plattformen wie Pilze aus dem Boden. Krone.at stellt dir die erfolgreichsten Konzepte vor - so bleibst du via Internet in Kontakt mit Freunden und lernst neue Leute kennen!

Soziale Netzwerke funktionieren nicht nur im "echten" Leben, sondern auch virtuell, der beispiellose Siegeszug der "Social Networking"-Plattformen im Internet ist dafür der beste Beweis.

Allen Websites ist gleich, dass das Angebot in vollem Umfang nur von demjenigen ausgeschöpft werden kann, der seinen echten Namen angibt. Die Idee des Internet-Netzwerks steht also im Gegensatz zu anonymen Chatrooms und Websites. Wer möchte, kann auch weitere persönliche Daten und Informationen - von Musikvorlieben über Hobbies und berufliche Details - offenlegen. Nach der Anmeldung steht es dem User offen, nach Freunden und Bekannten zu suchen sowie neue Leute kennenzulernen - die Interessen teilen, auf Partnersuche oder an Geschäftsverbindungen interessiert sind.

Meist steht dem User die Wahl zu, wie viel von seiner Seite und welche persönlichen Daten er für Unbekannte freigeben möchte. Der Nutzer kann Gruppen beitreten, die seinem persönlichen Geschmack entsprechen, nach seiner Lieblingsmusik fahnden und Freunde einladen. Er hat die Möglichkeit, Fotos und Videos online zu stellen, die von Freunden anschließend kommentiert werden können.

MySpace
Mit über 100 Millionen Mitgliedern (die Zahlen variieren stark, Wikipedia gibt gar 192 Millionen an) ist MySpace das erfolgreichste Online-Netzwerk. 2003 von Chris DeWolf und Tom Anders gegründet, hat sich inzwischen Medienmogul Rupert Murdoch eingekauft - MySpace ist eines der wenigen kommerziell erfolgreichen Angebote. Insbesondere viele Bands setzen auf diese Form des Internet-Auftritts.

Mittlerweile läuft eine eigene Österreich-Betaversion von MySpace, was die Anmeldung auf Deutsch ermöglicht. MySpace-User wählen einen Benützernamen und verfügen damit anschließend über eine eigene Website. Diese kann umfassend personalisiert werden - Hintergrund, Animationen, Musik, Fotos und Videos können in bestimmtem Umfang eingestellt und präsentiert werden.

Facebook
Der Shootingstar der "Social Networking"-Plattformen hat derzeit 31 Millionen aktive User - wächst jedoch mit rasender Geschwindigkeit. Seit Jänner 2007 haben sich über 100.000 neue User pro Tag angemeldet. 2004 als exklusiver Treffpunkt für Harvard-Studenten gestartet, wurde Facebook erst im September 2006 für jeden freigegeben - und erlebt seitdem einen beispiellosen Boom. Ende des Jahres sollen - geht es nach Facebook - bereits 100.000 Menschen registriert sein.

Facebook setzt auf Open Source, das bedeutet, dass jeder Benützer Anwendungen für das Portal entwickeln und online stellen kann. Sowohl private als auch viele kommerzielle Nutzer haben von diesem Angebot bereits Gebrauch gemacht - was die Kosten für Neuerungen niedrig hält. Noch 2007 soll eine deutsche Version erscheinen - was als Frontalangriff auf das ebenfalls studentische studiVZ gewertet werden darf.

Auch Facebook setzt auf personalisierte Seiten der User, neben Musik, Fotos und Videos - auch Video-Nachrichten an andere Nutzer sind möglich - bindet das Unternehmen Internet-TV-Sender und Nachrichten-Seiten mit ein. Der User kann Links auf andere Websites setzen und an Freunde verschicken.

studiVZ
Die Studenten Ehssan Dariani und Dennis Bemmann aus Deutschland und der Schweiz haben die Plattform studiVZ im Oktober 2005 entwickelt. Im Jänner 2007 hat sich die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck eingekauft. Das Konzept wurde in den jeweiligen Landessprachen mittlerweile in weitere europäische Länder sowie Südamerika exportiert. Ursprünglich als Website für Studierende gedacht, gibt es mittlerweile eine eigene Ausgabe für Schüler (schülerVZ). Außerdem sind viele Nicht- sowie ehemalige Studierende registriert.

Insgesamt gibt studiVZ 2,4 Millionen Nutzer an, vor allem die Nutzungshäufigkeit ist erstaunlich: Von der Hälfte der User wird die Seite laut Firma mindestens einmal pro Tag benützt.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auf studiVZ neben dem ominösen "Gruscheln" - sozusagen eine virtuelle Umarmung - zahllose Gruppen, die, wie auf anderen "Social Networking"-Plattformen auch, von jedem User angelegt werden können. Der Benützer kann damit nicht nur seinem Profil Nachdruck verleihen, sondern auch Gleichgesinnte kennenlernen.

Ringo, Flickr und weitere Angebote
Wer eher daran interessiert ist, Fotos und Videos mit Freunden und Bekannten zu teilen, der ist mit einem Ringo- oder Flickr-Account gut bedient. Auch hier gibt es Ansätze von "Social Networking" - etwa, dass Geburtstage von Freunden angezeigt werden und Postings unter Bildern von Freunden erlaubt sind.

Weitere erfolgreiche soziale Netzwerke sind Xing, Friendster, Windows Live Spaces sowie Classmates.com.

Bernadette Geißler

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