Fr, 27. April 2018

Demenz-Patienten

16.01.2018 13:44

Durch Musik weniger Arzneien nötig

Angenehme Töne können durchaus heilsam wirken und finden deshalb als therapeutische Hilfe in vielen klinischen Bereichen Anwendung. So auch in der Pflege Demenzkranker. Amerikanische Forscher untersuchten nun, wie sich das auf die Arzneimittelgabe auswirkte.

Ziel der Studie war eine Untersuchung von Pflegeheimpatienten vor und nach Einsatz eines individualisierten Musikprogramms. Forscher spielten den Demenzkranken speziell auf ihre persönliche Geschichte und Vorlieben abgestimmte Musik vor. Um die Auswirkungen des Programms zu bewerten, wurde dokumentiert, ob während des Zeitraums die Behandlung mit angstlösenden und antipsychotischen Medikamenten unterbrochen werden konnte.

Der Anteil jener Probanden, welche die antipsychotische Therapie innnerhalb von sechs Monaten beendete, erhöhte sich durch die musikalische Unterstützung von 17,6 Prozent auf 20,1 Prozent. Ähnliches wurde bei den Angstlöser-Arzneien beobachtet, wie health.com berichtet. Es zeigten sich auch weniger Verhaltensauffälligkeiten bei den Kranken. Diese Ergebnisse bieten erste Anhaltspunkte, dass individualisierte Musik einen wertvollen therapeutischen Beitrag bei der Pflege dementer Patienten darstellen könnte.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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