Di, 21. November 2017

Trockene Luft

07.11.2017 06:00

Die Heizsaison geht uns unter die Haut

Draußen wird es kalt, drinnen beginnt die Heizung auf Hochtouren zu laufen. Doch Vorsicht: In vielen Wohnräumen und Büros ist die Luftfeuchtigkeit zu gering! Schleimhäute, Atmungsorgane, aber auch Augen und Haut leiden darunter.

Trockene und überheizte Luft beherrscht nun das Klima in unseren Innenräumen. Nicht selten fällt die relative Luftfeuchtigkeit unter 30 oder gar 20 Prozent. Dadurch nimmt die Gefahr von Infektionskrankheiten zu, da die Immunabwehr der Schleimhäute beeinträchtigt ist. So leben z.B. Influenzaviren länger. Auch die Haut - mit ca. 1,8 m2 und 10 kg das größte und schwerste Organ des Menschen - wird in Mitleidenschaft gezogen: Sie fühlt sich spröde bis rissig oder gespannt an, oft zeigt sich quälender Juckreiz.

"Infolge zu geringer relativer Luftfeuchtigkeit lädt sich die Luft elektrostatisch auf. Feinstaub lagert sich auf der Haut ab und kann dort Entzündungen verursachen. Patienten, die bereits unter Hautkrankheiten wie Ekzemen oder spröden Lippen leiden, spüren in trockenen Räumen eine Verschlechterung der Symptome", erklärt Prof. Dr. Robert Loewe, Oberarzt an der Universitätsklinik für Dermatologie der Medizinischen Universität Wien. "Manche Menschen reagieren derart stark, dass sie einen Aufenthalt in diesen Räumen kaum ertragen und adäquate Therapien eingeleitet werden müssen, um die Hautsituation wieder zu normalisieren."

Tipps der Plattform "MeineRaumluft.at" für die Heizsaison:

1. Richtig lüften
Kurz, aber intensiv: Ein dauerhaft gekipptes Fenster kühlt das Mauerwerk unnötig aus und treibt die Heizkosten in die Höhe. Am besten ist es, jede Stunde für wenige Minuten zu lüften, indem man (gegenüberliegende) Fenster vollständig öffnet und so für einen kompletten Luftaustausch sorgt.

2. Luft befeuchten
Badezimmer in die Wohnung "ausdampfen lassen", Wäsche zum Trocknen aufhängen, Luftbefeuchter und Pflanzen aufstellen. All diese Maßnahmen sind geeignet, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Dabei sollte man jedoch auf die Hygiene achten und alles mittels Hygrometer überwachen. Denn: Auch zu feuchte Räume führen zu Problemen (Schimmelbildung)!

3. Bauweise beachten
Wer neu baut oder umfassend renoviert, sollte auf Materialien und -stoffe setzen, die wärme- und feuchtigkeitsregulierend wirken. Hochwertige Ziegel, Kalk- bzw. Klimaputze und diffusionsoffene Farben eignen sich hier besonders gut.

4. Auf die richtige Ernährung setzen
Frisches Obst und Gemüse sowie ausreichend Flüssigkeit (wie Wasser oder Tee) füllen den Feuchtigkeitsspeicher der Haut von innen auf.

5. Gemäßigt heizen
Die Wohnraum- bzw. Büro-Temperatur sollte im Idealfall 20-22 Grad betragen.

Monika Kotasek-Rissel, Kronen Zeitung

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