Mi, 22. November 2017

„Toooooooooooor!“

02.10.2017 08:29

„Fifa 18“: Riesenschritt auf dem virtuellen Rasen

Verehrt und verachtet - für seine Fans ist Cristiano Ronaldo der beste Fußballer auf diesem Planeten, für die anderen hingegen ein arroganter Gockel. Kalt lässt der Starkicker von Real Madrid garantiert keinen. Als mehrfacher Weltfußballer war es zudem nur eine Frage der Zeit, bis Cristiano einmal der Cover-Star von "Fifa" wird. Jetzt ist es soweit.

Cristiano Ronaldo und Real Madrid dürfen gleich zum Start von "Fifa 18" ran. Während das Spiel fertig installiert, geht es bei einem Match gegen Espanyol Barcelona gleich ordentlich zur Sache. Auffallend ist mit welcher Liebe zum Detail EA Sports sich den Spaniern, nach der Premiere League im letzten Jahr, gewidmet hat. Da hat Konkurrent "PES" definitiv etwas das Nachsehen.

Wie geht es mit Alex Hunter weiter?
Der Blick danach auf die Spielmodi lässt befürchten, das "Fifa 18" ein besseres Update von "Fifa 17" geworden ist. Waren doch im letzten Jahr die großen Themen der Wechsel auf die Frostbite Engine und der Storymodus. Letzterer feiert, dank seines großen Erfolgs, eine Fortsetzung. Wieder darf Alex Hunter auf seinem sportlichen Weg begleitet werden. Das hat nichts von seinem Reiz verloren. Wieder will man eigentlich schon aufhören, um dann doch noch auf der Couch kleben zu bleiben. Die Neugier, wie es mit Alex' Karriere weitergeht, will schließlich befriedigt werden.

Ohne zu viel über die Storyline zu verraten, sei hier nur erwähnt, dass diesmal auch die MSL, also die amerikanische Liga, eine Rolle spielt. Das erklärt vielleicht auch, warum bei dieser Liga ebenfalls sehr viel Wert auf eine möglichst detailgenaue Darstellung gelegt wurde. Wie auch schon bei "Fifa 17" muss sich der Rest mit etwas weniger Akkuratesse begnügen. Dafür stehen wieder die heimischen Vertreter zur Auswahl. Das ist auch mit eines der großen Assets von Fifa: die schiere Menge an vorhandenen Lizenzen.

Echtes Stadion-Feeling
Die Einblendungen während des Spiels wurden grundlegend überarbeitet und wirken richtig edel. Die Geräuschkulisse kommt inzwischen nahe an ein richtiges Stadionerlebnis heran. Vor allem, wenn die Fans nicht nur jubeln, sondern ein erbostes Pfeifkonzert vom Stapel lassen. Im Gegensatz zu "PES" kann man sogar dem deutschen Kommentar zuhören, ohne vom Grauen gepackt zu werden. Soweit so gut.

Weniger Tempo, bessere Spielbarkeit
Die größten Neuerungen finden sich aber nicht in den Spielmodi oder den Grafiken, sondern im Gameplay. Dabei wurde zuallererst einmal das Tempo reduziert. Ein wenig gewöhnungsbedürftig anfangs, aber das ist nicht die große Änderung. Die versteckt sich hinter dem Begriff "Real Player Motion Technology". Dahinter verbirgt sich ein grundlegend neues System der Animation, welche die Spielbarkeit entscheidend verbessern soll. Und das tut es auch: Noch nie hatte man bisher so das Gefühl, echte Ball- und Spielerkontrolle zu haben.

Dazu trägt auch die weiter verbesserte KI bei. Die Torhüter haben hie und da zwar noch immer ihre Aussetzer, jedoch sind diese weniger geworden. In einem Punkt ist dann aber doch eine kleine Verschlechterung festzustellen: Mit den richtigen Spielern gelingt es einen Tick zu einfach, einen Weitschuss in die Maschen zu jagen.

Fazit: Was auf den ersten Blick wie ein typisches "Fifa"-Update aussieht, entpuppt sich letzten Endes als ein Riesenschritt in punkto Spielbarkeit. "Fifa 18" ist das "Fifa", das die Version letztes Jahr gerne hätte sein wollen. Der Vorsprung von "PES" in diesem Punkt ist somit Geschichte. Zusätzlich winkt noch die Fortsetzung der Geschichte um Alex Hunter. "Fifa 18" ist somit sicher ganz nach dem Geschmack von Cristiano. Die Nummer eins will schließlich nur das Beste.

Plattform: PS4 (getestet), Xbox One, Nintendo Switch
Publisher: EA Sports
krone.at-Wertung: 9/10

Harald Kaplan
Harald Kaplan
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