Fr, 17. November 2017

„Asylanten“-Posting

31.08.2017 14:59

Strache lädt EU-Bauer Manfred Tisal zu Rathausfest

FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache weiß die Aufregung um das "Asylanten"-Posting von "EU-Bauer" Manfred Tisal gut für sich zu nutzen. Er hat Tisal zum diesjährigen "Fest im Rathaus" eingeladen. Und dieser freut sich schon auf seinen Auftritt.

Man habe Manfred Tisal nach den "völlig grundlosen und existenzbedrohenden Drohungen durch den ORF" - der ORF Kärnten verordnete dem "EU-Bauer" Sendepause für seine Radio-Sendung "Kuhmentare" - spontan gefragt, ob er zum "Fest im Rathaus" kommen könne, hieß es am Donnerstag von der FPÖ. Er habe sofort zugesagt und freue sich auf seinen Auftritt, was vor allem Parteichef Strache sehr freue.

"Wir leben ja nicht in Nordkorea"
"Wenn freie Meinungsäußerungen mit beruflichen und damit finanziellen Repressalien bestraft werden, ist in einer Demokratie Feuer am Dach. Wir leben ja nicht in Nordkorea", so Strache gegenüber krone.at. Für die FPÖ sei das Recht auf freie Meinungsäußerung "ein hohes Gut, das nicht auf dem Altar der Political Correctness geopfert" werden dürfe. "Wir freuen uns auf seinen Auftritt" beim FPÖ-Fest, das alljährlich im Arkadenhof des Wiener Rathauses stattfindet. Neben Tisal treten John Otti und der Falco-Darsteller Michael Patrick Simoner auf.

"Asylanten mit Adidasschuhen, Nike-Leiberln und Diesel-Jeans"
Tisal hatte vergangenen Freitag auf Facebook Asylwerber als "Sozialschmarotzer" bezeichnet und gegen "Asylanten mit Adidasschuhen, Nike-Leiberln und Diesel-Jeans" gepoltert. Weiters bezeichnete er Migranten in seinem Eintrag unter anderem als "Sozialschmarotzer, die über uns herfallen".

Seine markigen Aussagen blieben nicht ohne Folgen. Der ORF Kärnten setzte die Sendung "Kuhmentare", in denen der aus dem Villacher Fasching bekannte Kabarettist auftrat, kurzerhand ab. ORF-Chef Alexander Wrabetz erklärte am Mittwoch allerdings, dass der "EU-Bauer" seinen Fans zumindest im nächsten Villacher Fasching erhalten bleiben wird.

Die heftige Debatte in ganz Österreich geht aber weiter - vor allem in den sozialen Medien. Bis Donnerstagnachmittag sammelten sich unter Tisals Ursprungsposting bereits knapp 800 Kommentare, der Beitrag wurde mehr als 1600 Mal geteilt.

 krone.at
Redaktion
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