Mo, 18. Dezember 2017

Neuer Chip

19.06.2017 06:00

Tumorzellen auf dem Präsentierteller

Einen Mikroloch-Chip, der in nur wenigen Minuten bösartige Zellen findet, haben Forscher des Fraunhofer Institutes für Biomedizinische Technik entwickelt. Damit können sie nun genau feststellen, wieviele davon im Patienten vorhanden sind und erhalten Hinweise auf die Wirksamkeit der Behandlung.

Je mehr Krebszellen sich im Blut befinden, desto größer ist die Gefahr von Metastasenbildung. Außerdem sind zirkulierende Tumorzellen ein wichtiger Indikator dafür, ob und wie eine Therapie wirkt. Mit dem herkömmlichen Fluoreszenz-Analyseverfahren lässt sich deren Anzahl nur grob bestimmen, weil sich die Farben zur Markierung irgendwann überlappen und nicht mehr unterscheidbar sind.

"Mit unserem neuen Mikroloch-Chip werden die Zellen aus der Blutprobe eingefangen und liegen dann geordnet wie auf dem Präsentierteller. Jede Zelle sitzt auf einer Öffnung, kann aber nicht durchrutschen, weil sie ein leichter Unterdruck so ansaugt, dass sie fixiert, aber nicht beschädigt wird", erklärt Dr. Thomas Velten. Auf dem Chip haben 200.000 Zellen Platz, die innerhalb von wenigen Minuten in die jeweilige Öffnung rutschen. Mit einer Mikropipette lassen sie sich entnehmen und untersuchen.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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