Mo, 20. November 2017

Mehr Lebensqualität

02.05.2017 06:00

Moderne Therapien lindern Asthma

Zum Welt-Asthma-Tag am 2. Mai wollen 500.000 betroffene Österreicher wieder durchatmen! Hauptauslöser des Leidens sind Allergien im Kinder- und Jugendalter. Vorbeugen ist schwierig, wichtig der Schutz vor Passivrauch. Die gute Nachricht: Es gibt neue medikamentöse Möglichkeiten für Erkrankte.

Die klassischen Asthma-Auslöser stellen Katzenhaare und die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe dar, denn diese Belastungen sind - im Gegensatz zu den Pollen - das ganze Jahr über vorhanden. Nun gibt es eine Tablette gegen Hausstaubmilben-Allergene. "Sie wird die Asthmatherapie nachhaltig verändern, da sie die Schwere des Leidens lindert", so Univ. Doz. Dr. Felix Wantke, Floridsdorfer Allergieambulatorium in Wien. "Aufgrund dieser positiven Ergebnisse hat die spezifische Immuntherapie erstmals in die europäischen Behandlungsempfehlungen Eingang gefunden. Somit können noch mehr Betroffene von dieser modernen, die Ursache bekämpfenden Behandlung profitieren. Die Therapiedauer pro Tag beträgt unter einer Minute, der Gewinn an Lebensqualität hält über Jahre an."

Atemnot jetzt besser behandeln
Auch gegen schwere Formen stehen nun neue Medikamente zur Verfügung. "Der Leidensdruck der Patienten kann enorm sein. Die Behandlung ist komplex, verbesserte Therapiemöglichkeiten sind essentiell. Daher kommt der Möglichkeit, durch den Einsatz des neuen anti-Interleukin-5 Antikörpers auf Cortison verzichten zu können, große Bedeutung zu. Ebenso stellt die erwähnte spezifische Immuntherapie bei Hausstaubmilbenallergie einen großen Fortschritt in der Behandlung des Asthma bronchiale dar. Wichtig ist, dass diese in die Hand des Lungenfacharztes gehört", fasst Prim. Univ.-Prof. Dr. Meinhard Kneussl, Vorstand der 2. Medizinischen Abteilung mit Pneumologie, Wilhelminenspital Wien, Medizinische Universität Wien und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), zusammen.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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