So, 19. November 2017

Vorsicht, Falle!

02.08.2016 10:08

AK Burgenland warnt vor Fernwartungs-Betrug

Die Arbeiterkammer Burgenland warnt aktuell vor Internet-Betrügern, die hilfsbedürftige Nutzer für angebliche Fernwartungen zur Kasse bitten. Doch wer darauf eingeht, fängt sich erst recht Probleme ein, wie der Fall von Helga K. zeigt.

Diese hatte sich laut AK abends an den Computer gesetzt, um ein bisschen im Internet zu surfen, als plötzlich ein Fenster mit einer Warnung der Telekom Austria aufpoppte: "Achtung Kunden: Ihre persönlichen Fotos, Facebook- und anderen persönlichen Passwörter sowie Kreditkarteninformationen könnten gefährdet sein!", hieß es, verbunden mit der Aufforderung, unter der angegebenen gebührenfreien Telefonnummer den technischen Support zu kontaktieren.

Da Helga K. Kundin der Telekom Austria ist, rief sie die angegebene Telefonnummer an, wo ihr ein Mitarbeiter anbot, den PC gegen eine Gebühr von 120,55 Euro per Fernwartung von schädlicher Software zu säubern. Helga K. willigte ein und gewährte dem vermeintlichen Telekom-Mitarbeiter den Zugriff auf ihren Rechner. Rund 40 Minuten lang habe sie daraufhin beobachten können, wie Programme und Internetseiten geöffnet und Daten eingegeben wurden. Dann hieß es, der Computer sei wieder "sauber". Sobald die Zahlung eingelangt sei, könne sie das Gerät wieder problemlos nutzen.

Helga K. überwies den geforderten Betrag. Als der PC nach dem Wochenende aber noch immer nicht funktionierte, wurde sie stutzig. Sie rief bei der Telekom an und erfuhr, dass das alles nichts mit der Telekom Austria zu tun hat. Auch die Konsumentenberatung der AK, bei der Frau K. schließlich nachfragte, konnte nur mehr raten, umgehend ihre Bank zu informieren und bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Offenbar hatte sich Helga K. bereits zuvor per E-Mail eine Schadsoftware "eingefangen", die die falsche Fehlermeldung aufpoppen ließ.

Eva Schreiber von der AK Burgenland empfiehlt: "Reagieren Sie niemals auf derartige Benachrichtigungen! Sie sind lediglich Hinweise darauf, dass Sie sich bereits Schadsoftware auf den Computer geladen haben. Lassen Sie Ihren Computer umgehend von Experten überprüfen und von Schadsoftware befreien!" Nur ein aktuelles Virenschutzprogramm schütze weitgehend davor, dass sich Schadsoftware auf dem Computer einniste.

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