Di, 22. Mai 2018

Erhöhter Verschleiß

25.04.2016 16:57

Wie kurz ist eigentlich die "böse" Kurzstrecke?

Es ist ja bekannt, dass es einem Auto grundsätzlich schadet, wenn es hauptsächlich auf sogenannten Kurzstrecken bewegt wird. Nur: Was heißt das eigentlich? Ist alles okay, was weiter ist als bis zum Briefkasten am Eck? Nein, sagt Hans-Georg Marmit, Kraftfahrzeug-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS.

Die "Kurzstrecke" ist gar nicht so kurz, wie häufig angenommen wird: Schon bei Strecken unter zehn Kilometern hat der Motor keine Chance, auf Temperatur zu kommen. Dadurch entstehen verschiedene Probleme.

Beispielsweise kann Kraftstoff, der über den Brennraum in die Ölwanne gelangt ist, nicht mehr verdampfen und sammelt sich im Öl. Dessen Schmierfähigkeit lässt dadurch nach. Erkennen kann man das zum Beispiel daran, dass das Öl nach Benzin riecht. Wer sehr viel Kurzstrecke fährt, sollte die Ölwechsel-Intervalle verkürzen.

Darüber hinaus rostet der Auspuff eines Kurzstreckenfahrzeugs schneller. Hier setzt sich Kondenswasser ab, das bei kurzen Strecken aufgrund der geringen Temperatur nicht verdampfen kann.

Außerdem ist der Kraftstoffverbrauch bei kaltem Motor höher, denn der Benziner wird dann mit einem fetteren Kraftstoff-Luft-Gemisch gefahren. Erreicht der Motor nicht seine Betriebstemperatur, können aus diesem Grund außerdem die Zündkerzen verrußen und der Wagen springt schlechter an.

Besonders schädlich ist Kurzstrecke für Diesel-Fahrzeuge mit Rußpartikelfilter. Denn der Filter, in dem die Rußpartikel gesammelt werden, muss in bestimmten Abständen durch Zusatzmittel oder höhere Abgastemperaturen regeneriert werden. Wenn das Fahrzeug lediglich in der Warmlaufphase betrieben und vor Erreichen der Betriebstemperatur wieder ausgeschaltet wird, startet das Motormanagement die Regenerierung des Filters nicht. Er verstopft und irgendwann ist das Fahrzeug nicht mehr betriebsbereit.

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