Sa, 16. Dezember 2017

Praktisch günstig

04.03.2016 22:45

Fiat Tipo: So will der Italiener alle aufmischen

Mit dem Tipo meldet sich Fiat jetzt in der Kompaktklasse zurück. Auf dem Genfer Automobilsalon zeigen die Italiener mit Schrägheck und Kombi (September) gleich zwei Karosserievarianten, die für unseren Markt besonders interessant sind. Auch aufgrund der zu erwartenden Preise.

Das Design der beiden neuen Tipo-Varianten ist zurückhaltend, aber nicht beliebig, der Innenraum wirkt schlicht, aber solide. Mit gutem Platzangebot, angemessener Ausstattung und einem vergleichsweise niedrigen Preis will der Kompakte im vollbesetzten Segment vor allem Kopfmenschen ansprechen: Zwar hat Fiat für die neuen Karosserievarianten noch keine Preislisten veröffentlicht, sie dürften sich aber an der Limousine orientieren, die in Deutschland zum Kampfpreis von 13.990 Euro zu haben ist. Das fünftürige Schrägheck dürfte knapp unter 15.000 Euro liegen, der Kombi knapp unter 16.000 Euro. Serienmäßig sind dann unter anderem Klimaanlage, Radio (MP3, USB) und sechs Airbags. Rechnen wir ein paar Prozent NoVA drauf und wir haben die Preise für Österreich.

Praktisch statt lifestyledesignt
Auf 4,37 Meter Länge bringt der Fünftürer-Tipo 440 Liter im Kofferraum unter, im 20 Zentimeter längeren Kombi sind es 550 Liter - im Klassenvergleich sehr gute Werte. Im Innenraum verspricht Fiat komfortable Bein- und insbesondere Kopffreiheit auch für Großgewachsene. Letztere soll durch den relativ gradlinigen Zuschnitt zustande kommen, die Designer haben der Versuchung widerstanden, die Dachlinie nach hinten stark abfallen zu lassen. Eine Vielzahl von Ablageflächen soll den Tipo besonders für Familien praktisch machen.

Für den Antrieb hat der Kunde die Wahl aus zwei Dieselmotoren mit 95 oder 120 PS sowie drei Ottomotoren. Einstiegsaggregat ist der 1,4-Liter-Benziner mit 95 PS, der 1,6-Liter leistet 110 PS. Die Kraftübertragung erfolgt je nach Motor über manuelle Schaltgetriebe mit fünf oder sechs Gängen, Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebe.

Mit dem Namen Tipo knüpfen die Italiener an eine kompakte Baureihe an, die sie von Ende der 80er- bis Mitte der 90er-Jahre unter dem gleichen Namen im Programm hatten. Seit dem Auslaufen des zuletzt wenig erfolgreichen Bravo war Fiat im wichtigen Kompakt-Segment nicht mehr vertreten. Mit dem Tipo sind die Italiener nun kampfeslustig zurück.

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