So, 22. Oktober 2017

Ausfall in Wien

18.03.2015 15:42

Ärztefunkdienst über zwei Stunden nicht erreichbar

Der Wiener Ärztefunkdienst ist in der Nacht auf Mittwoch für fast zweieinhalb Stunden nicht erreichbar gewesen. Schuld an der Misere waren offenbar unangekündigte Wartungsarbeiten seitens der Telekom Austria. Der Anbieter sprach seinerseits von einem Softwarefehler und hat sich mittlerweile für den Ausfall entschuldigt.

"Wir bitten alle Patientinnen und Patienten, die uns in diesem Zeitraum nicht erreichen konnten, um Entschuldigung und fordern die Verantwortlichen der Telekom auf, eine Erklärung abzugeben und umgehend eine sichere technische Lösung bereitzustellen", so Johannes Steinhart, der Obmann der Kurie niedergelassener Ärzte und Vizepräsident der Wiener Ärztekammer. Er warf der Telekom eine "unzuverlässige Vorgehensweise" vor.

Wartungsarbeiten nicht angekündigt
Der Ausfall der Ärztefunkdienst-Nummer 141 sei um 3 Uhr registriert worden. Nach Verständigung der Technik der Telekom habe es fast eine Stunde gedauert, bis Wartungsarbeiten im Bezirk Landstraße als Ursache für das Problem identifiziert werden konnten, erklärte Steinhart. Weder die Wartungsarbeiten noch eine angeblich während der Nacht durchgeführte Umleitung der Nummer nach Niederösterreich seien angekündigt worden.

Umleitung auf Handy als Notlösung
Als Lösung habe die Telekom vorgeschlagen, die Nummer 141 vorübergehend auf ein Handy umzuleiten. "Die Einrichtung einer solchen Rufumleitung ist für den Ärztefunkdienst lediglich als absolute Notfallmaßnahme akzeptabel, da dies für uns Lücken in der äußerst wichtigen Dokumentation bedeutet", erklärte Steinhart. Diese Notlösung war bis 5.28 Uhr aktiv, da man laut Telekom im internen Nummernverzeichnis die Nummer 141 angeblich "nicht finden konnte". Man habe daher die Wiener Rettung informiert und gebeten, bei entsprechenden Anrufen von Patienten Einsätze an den Ärztefunkdienst weiterzugeben.

Die Telekom begründete den Ausfall mit einem Softwarefehler, der im Zuge einer geplanten Wartung im Festnetz trotz doppelter Absicherung aufgetreten sei. "Obwohl sofort mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet wurde, war wegen der Komplexität des Fehlerbildes eine schnellere Behebung dieses Ausfalls leider nicht möglich", hieß es.

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