Mi, 22. November 2017

Familien-Urlaub

21.08.2012 11:03

Tipps zum entspannten Reisen mit Kleinkind

Viele junge Eltern scheuen ein wenig davor zurück, mit ihrem Kind auf Urlaub zu fliegen. Sicher ist die Reise anstrengender, da sie ganz auf die Bedürfnisse des Kindes ausgerichtet werden muss. Aber sie kann trotzdem entspannend und erholsam werden, wenn man die wichtigsten Stressfaktoren ausschaltet. Was du beachten solltest, erfährst du hier.

Die Reise angenehm machen
Bereite dein Kind auf den Flug vor. Fahrt eventuell schon einmal auf den Flughafen, wo du deinem Kind alles zeigst und ihm erklärst, dass ihr selbst schon bald in einem Flugzeug sitzen werdet. Eltern mit Kindern dürfen bei manchen Fluggesellschaften schon vor dem Rest der Passagiere in Ruhe das Flugzeug betreten und es sich gemütlich machen. Packe dem Kind seine Lieblingsspielsachen und sein Kuscheltier ins Handgepäck, dazu eine Kuscheldecke und dicke Socken.

Auch solltest du Wechselkleidung einpacken, da kleine Kinder oft anfälliger für Übelkeit sind und im Fall des Falles wieder "trockengelegt" werden müssen. Dein Kind sollte in mehrere Schichten Kleidung eingepackt sein, damit du flexibel auf sein Temperaturempfinden während des Fluges reagieren kannst. Die Kleidung muss weich und bequem sein, damit sich dein Kind nicht beengt fühlt.

Ein Fläschchen mit Getränken solltest du bereithalten, damit du deinem Kind während des Starts und der Landung etwas zu trinken anbieten kannst. Bei älteren Kindern helfen Bonbons, Gummibärchen oder Kaugummis. Das lindert den Druck in den Ohren, da dein Kind sonst Schmerzen empfindet, die ihm Angst machen. Babynahrung, die an Bord konsumiert wird, fällt nicht unter die strengen Handgepäcksvorschriften, auch wenn du sie bei der Bodenkontrolle vorweisen musst.

Generell solltest du deinem Kind auf dem Flughafen und während des Fluges laufend erklären, was sich tut, und es auf interessante Dinge aufmerksam machen. Am besten sind Nachtflüge, da diese dem natürlichen Rhythmus deines Kindes entgegenkommen. Bei Flügen untertags solltest du ausreichend Ablenkungsmöglichkeiten parat haben. Ein neues Spielzeug, ein Buch oder ein Computerspiel bzw. ein MP3- Player mit Märchen oder Kinderliedern, die du in petto hast, können da wahre Wunder wirken, wenn sonst gar nichts mehr hilft.

Ganz allgemein schadet ein Besuch beim Arzt vor dem Flug nicht, er klärt auch über eventuelle Schutzimpfungen auf. Für Kleinkinder sind Flugreisen generell weniger bedenklich, einzig die Sicherheitsvorkehrungen an Bord lassen oft zu wünschen übrig. Denn die angebotenen Loop-Gurte für Babys und Kleinkinder können im Ernstfall lebensbedrohlich werden. Diese schützen strenggenommen die anderen Passagiere vor herumfliegenden Babys und Kleinkindern, aber nicht das Kind selbst.

Denn bei Turbulenzen drücken die Gurte in die noch sehr verletzlichen Eingeweide deines Kindes und können zu schweren Verletzungen führen. Besser ist es, du erkundigst dich gleich bei Buchung nach der Verfügbarkeit von speziellen Kindersitzen an Bord oder der Möglichkeit, deinen eigenen Kindersitz, der flugzeugtauglich (TÜV-Siegel "For Use in Aircraft") ist, mitzunehmen.

Spätestens beim Einchecken, aber optimalerweise schon bei der Buchung solltest du spezielle Sitzplätze für Eltern mit Kindern verlangen. Diese sind meist in den fußfreien Reihen und erhöhen den Reisekomfort enorm. Anspruch auf einen eigenen Kindersitzplatz hast du nicht, aber manchmal werden Kinderplätze zu verbilligten Preisen angeboten. Erkundige dich am besten bei der Buchung. Beachte weiters, dass dein Kind einen gültigen Reisepass benötigt.

Vor Ort
Vertraute Gegenstände von zu Hause erleichtern es deinem Kind, sich auch in der fremden Umgebung wohl zu fühlen. Das Lieblingsschmusetier und die Kuscheldecke sollten unbedingt mit dabei sein. Klappt es mit dem Schlafen im Beistellbett nicht so gut, kann dein Kind ja auch mal ausnahmsweise ins Elternbett übersiedeln. Generell solltest du sämtliche Baby-Pflegeartikel von zu Hause mitnehmen, damit du dein Kind in der gewohnten Qualität versorgen kannst. Denn so vermeidest du, dass es durch neu gekaufte Produkte zu Gewöhnungseffekten bei deinem Kind kommt.

Passe dein Tagesprogramm an die Möglichkeiten deines Kindes an. Lange Besichtigungstouren sind meist gerade in heißen Ländern keine gute Idee. Willst du dir etwas ansehen, sollte unbedingt ein Kinderwagen mitgenommen werden, auch wenn dein Kind grundsätzlich schon brav selbst läuft. Aber wenn es heiß ist oder viel los ist, ist es für alle Beteiligten stressfreier, wenn das Kind bei Müdigkeit in seinen mobilen Untersatz einsteigen kann. Du solltest jedenfalls darauf achten, kein zu langes Programm zu planen und kindgerechte Aktivitäten einzubauen: Spielplätze, Kindermuseen etc.

Meist wird der Urlaub mit Kindern aber ohnehin nicht als Sightseeing-Tour aufgebaut sein, sondern als Strandurlaub. Tipps hierfür findest du in der Infobox.

Entscheidest du dich, einen Babysitterdienst im Hotel in Anspruch zu nehmen, solltest du zunächst noch in der Nähe bleiben, falls dein Kind wirklich Angst bekommt oder sich weigert, allein zu bleiben.

Essen & Trinken
Hier gilt die doppelte Vorsicht, damit dein Kind keine Durchfallerkrankung bekommt. Achte darauf, deinem Kind nur Wasser aus Flaschen oder abgekochtes Wasser zu trinken zu geben und suche das Essen sehr bewusst aus, sodass nichts Rohes und auch keine mit Wasser in Berührung kommende Rohkost dabei ist. Bei ganz kleinen Kindern empfiehlt es sich ohnehin, die gewohnte Nahrung im Gläschen von zu Hause mitzunehmen. Man sollte dafür zusätzlich auch einen Reisewasserkocher und Gläschenwärmer mitnehmen.

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