So, 19. November 2017

Teuer siegt

27.06.2012 15:20

Chaos bei den Pfadfindern: Navi-Apps im Test

Die Auswahl ist groß, doch der Überblick fällt schwer und der Vergleich von Navigations-Apps fürs Smartphone ist schwierig, wie der "Konsument" in seiner aktuellen Ausgabe feststellt. Trotz Verwirrung um integriertes Kartenmaterial, Kosten für Updates und Offline- versus Online-Konzept: Im Test haben kostenpflichtige Programme die Gratis-Konkurrenz hinter sich gelassen.

Es herrschen allein schon wegen der vielen Smartphone-Betriebssysteme und deren Versionen chaotische Zustände bei den virtuellen Pfadfindern. Der "Konsument" hat daher nur drei gängige Smartphones - iPhone 4S, Galaxy S II und Lumia 8 - ausgewählt, um neun Navigations-Apps zu testen. Natürlich läuft aber nicht jedes Programm auf jedem Smartphone.

Die Preise reichen von kostenlos (Google Navigation und Nokia Drive) bis zu 90 Euro. Allein nach dem Preis sollten Navi-Apps aber nicht bewertet werden, da sie mit abhängig sind vom Umfang des gewählten Pakets - also welche Länderkarten integriert sind. Dazu kommt, dass das Kartenmaterial regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden muss.

Vorsicht vor Kostenfallen
Hier warnt der "Konsument", dass es zwar auch Angebote gebe, die Gratis-Updates "auf Lebenszeit" versprechen - damit ist allerdings nicht der Besitzer gemeint, sondern wie lange der Hersteller ein Smartphone und das Betriebssystem unterstützt. Im schnelllebigen Smartphone-Zeitalter kann das schneller vorbei sein als gedacht.

Eine weitere Kostenfalle sind demnach Online-Lösungen: Hier wird das Kartenmaterial nicht auf der Speicherkarte abgelegt, sondern aktuell aus dem Internet heruntergeladen. Der Nutzer muss also selbst bei inkludiertem Download-Volumen extrem aufpassen, dieses nicht zu überschreiten, zudem drohen im Ausland durch Roaming enorme Kosten.

Apps können mit Navis mithalten
Grundsätzlich fällt der Test aber positiv aus: Alle Apps geleiten so sicher ans Ziel wie Navigationsgeräte. Allerdings wird das vielfache Fehlen von Bedienungsanleitungen kritisiert, zudem schneidet nur Googles Angebot bei Verkehrsinformationen zu Staus, Unfällen oder Bauställen mit einem Sehr gut ab.

Kostenpflichtige Angebote siegen
Testsieger ist "App Western Europe" von TomTom für knapp 90 Euro: Benutzerfreundlich, übersichtlich und gut verständlich, urteilt der "Konsument" über die iOS-App. Allerdings fehle eine Hilfefunktion, und alle gekauften Karten müssten "am Stück" heruntergeladen werden. Auf Rang zwei liegt "Copilot Live Premium Europe" von ALK für Android dank guter Vorschläge für Alternativrouten, guter Bedienung und Übersichtlichkeit. Schelte gibt es allerdings dafür, dass die "Datenkrake" zu viele Berechtigungen am Smartphone fordert. Die Gratis-Angebote von Google und Nokia landeten auf dem 7. bzw. letzten Platz.

Den vollständigen Test gibt's in der aktuellen Ausgabe des "Konsument".

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden