Fr, 24. November 2017

Cloud-Computer

24.06.2011 12:04

Start für Googles Chromebook in Deutschland

Zusammen mit seinem Hardware-Partner Samsung hat Google am Freitag den Verkauf seiner neuartigen Chromebook-Computer in Deutschland gestartet. Basis der Geräte ist das vom Suchmaschinengiganten entwickelte Chrome OS, das im Gegensatz zu herkömmlichen PCs mit Windows, Mac OS oder Linux nicht in einem separaten Betriebssystem, sondern im Browser ausgeführt wird.

Das Chromebook-Modell von Samsung kostet mit WLAN 400 Euro. Für einen Aufschlag von 50 Euro gibt es die UMTS-Variante. Einen konkreten Starttermin für Österreich gibt es bislang noch nicht, spätestens zum Weihnachtsgeschäft soll das Gerät jedoch auch hierzulande erhältlich sein. In einigen Wochen will zudem der taiwanische Computerkonzern Acer mit einem kleineren und etwas preiswerteren Chromebook-Modell in den Markt einsteigen.

Um mit einem Chromebook arbeiten und Anwendungen wie Googlemail, Google Docs oder auch Cloud-Angebote anderer Firmen nutzen zu können, bedarf es einer Internetverbindung. Über Virtualisierungsprogramme wie VMware oder Citrix können jedoch auch herkömmliche Windows-Programme ablaufen. In einem Web-Store bietet Google außerdem knapp 5.000 Anwendungen an, die für den Einsatz im Chrome-Browser optimiert wurden, darunter auch das populäre Spiel "Angry Birds".

Google-Anwendungen künftig auch offline nutzbar
In einem Gespräch mit der deutschen Nachrichtenagentur dpa kündigte Chrome-Chefentwickler Sundar Pichai an, in den kommenden Monaten würden die zentralen Anwendungen auf dem Chromebook wie Googlemail und Google Docs auch offline funktionieren, wenn man beispielsweise im Flugzeug unterwegs sei. "Auf meinem persönlichen Chromebook funktioniert das bereits. Wir werden diese Funktion demnächst für alle freischalten, wenn wir noch einige kleinere Fehler beseitigt haben." Einen genauen Zeitpunkt für die Einführung der Offline-Option wollte Pichai aber nicht nennen.

Google kümmert sich um alles
Google hofft, mit seinem Chrome OS vor allem in Unternehmen und im Bildungsmarkt Fuß zu fassen, weil die Wartung der Netbooks besonders einfach ist. "Bei einem Chromebook muss sich niemand darum kümmern, ob die notwendigen Softwareaktualisierungen für irgendwelche kritischen Sicherheitslücken installiert sind, weil sich Google der Sache annimmt", sagte Pichai. Die Architektur des Google-Systems könne auch nicht durch Computerviren angegriffen werden. Das Chromebook überprüft bei jedem Start mit Hilfe des TMP-Chips (Trusted Platform Module) von Infineon die Integrität des Systems. Sollte der Check ergeben, dass fehlerhafter oder schädlicher Code eingeschleust werden soll, startet der Rechner von einer geschützten zweiten Version der Systemsoftware.

16 GB Flashspeicher für persönliche Daten
In einem Chromebook steckt keine herkömmliche Festplatte, sondern ein Flashspeicher, auf dem lokal Dokumente, Bilder oder Musikstücke abgelegt werden können. Allerdings ist der Speicher nur 16 Gigabyte groß, während moderne Laptops mit SSD-Flashspeicher wie das MacBook Air von Apple bis zu 256 Gigabyte bieten. Pichai betonte, man dürfe beim Vergleich der Chromebooks mit herkömmlichen Laptops nicht 1.500-Euro-Geräte mit dem 400-Euro-Chromebook auf eine Stufe stellen. "Es gibt viele User, die sich keinen Laptop über 1.000 Euro leisten können."

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