So, 22. April 2018

Nach der Völlerei

02.04.2018 06:00

Frühjahrskur zum Trinken

Wenn der letzet Osterhase verspeist ist, wünscht sich so mancher eine Frühlingskur, die ihn wieder leichter, fitter und munterer macht. Erfrischend ist ein Programm mit heimischen Wildpflanzen. In Smoothies schmecken sie besonders gut.

Im Lenz erwacht mit der Natur auch der Mensch zu neuem Leben. Unterstützt man ihn mit den Kräften der sprießenden Heilpflanzen, so bleibt er im Sommer, Herbst und Winter gesund. Der Körper soll sich durch die Frühlingsboten verjüngen, wie sich auch die Pflanze erfrischt, nachdem sie lange Monate im Dunkel verharrt hat. Bärlauch, Hängebirke, Brennnessel, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Gundelrebe, Löwenzahn, Schafgarbe, Scharbockskraut und Spitzwegerich sind jene Kräuter, die uns mit einer geballten Ladung an Heilkräften helfen, Ungesundes aus unserem Organismus zu befördern. Ob als Tee, Frischpflanzensaft, Salat, Kräutersuppe oder als moderner Smoothie - viele Möglichkeiten, die Wirkstoffe der Pflanzen aufzunehmen, werden im Buch „Frühjahrskur mit heimischen Wildpflanzen“ der bekannten Kräuterfrau Siegrid Hirsch anschaulich beschrieben.

Über drei bis sechs Wochen sollten Sie deshalb Wildpflanzen in Ihren Speiseplan einbauen. Sie enthalten Bitterstoffe, welche die Produktion der Verdauungssäfte anregen. Darin befinden sich weiters ätherische Öle. Diese stärken Galle und Leber. Enthaltene Flavonoide wirken Kreislaufstörungen entgegen. Saponine treiben das Wasser und entschlacken deshalb. Grundsätzlich strotzen die Pflanzen vor Vitaminen, essenziellen Spurenelementen, Enzymen und Mineralsalzen, die Zellstrukturen aufbauen und Bausteine für Stoffwechselprozesse sind.

Sammeln Sie die Kräuter jedoch unbedingt abseits von stark befahrenen Straßen. Sie wachsen auch an Wanderwegen oder in Gärten, wo die Wiesen nicht gedüngt sind. Achten Sie darauf, nur jene zu pflücken, die Sie auch wirklich gut erkennen. Besonders leicht lassen sich die frischen Pflanzen mit schmackhaften Smoothies in den Speiseplan einbauen. Dazu diese mit Obst, gerne mit im Ganzen gekochten Äpfeln (nehmen den bitteren Geschmack), Bananen oder den ersten erhältlichen Beeren vermischen und mixen. So schmeckt eine Handvoll Brennnessel, etwas Brunnenkresse oder ein Büschel Gänseblümchen besonders gut. Löwenzahnblätter passen in praktisch alle Salatsmoothies, in Spinatmus, zu Zitrusfrüchten und Beeren, auch zu Bananen.

Achtung aber vor zu großen Kräutermengen! Der Mixer verführt dazu, viel mehr Pflanzenmaterial zu verwenden, als man braucht. Zerkleinert ist dann scheinbar nur mehr wenig da. Bei der Gundelrebe etwa gilt: Mixen Sie frischen Salat oder eine ganze Zitrone mit nur ein paar Blättchen davon. Auch bei der Schafgarbe einige Stückchen in jedes Mixgetränk aus Gemüse, Salat oder Obst einmengen. Wenig vom so genannten Scharbockskraut passt zu allen Gemüse- und Obstsorten, besonders gut aber zu Zwiebel, Radieschen und anderen Wildkräutern. Einige Blättchen vom Spitzwegerich verfeinern alle Obst- und Salatsmoothies, der Geschmack wird besonders durch Obst vollständig neutralisiert.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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