Fr, 27. April 2018

Zweiter Überfall:

22.03.2018 05:00

Räuber-Kollegen von Nettingsdorf sitzen im Knast

Der erste Kunde war ein Räuber! Mit Pistole und Kabelbindern passte ein Verbrecher am Mittwochmorgen in Nettingsdorf eine Sparkassen-Mitarbeiterin (30) ab, drängte sie in die Bank, fesselte sein Opfer und raubte die Geldladen aus. Ein vor der Tür wartender Komplize raste mit dem Räuber im Fluchtauto zur Autobahn. Zwei Räuber-Kollegen, die vor zwei Jahren diese Filiale überfielen, sitzen noch im Knast!

Es war der vierte Raubüberfall in einem Monat. Während sich die ersten drei Täter rasch fassen ließen, waren in Nettingsdorf Profis am Werk. Weil es eisig kalt war, fiel der etwa 170 Zentimeter große Räuber nicht auf, als er mit dem Schal vorm Gesicht und Kapuze vor der Bank wartete. Als die erste Kassierin (30) um 7.20 Uhr kam, drängte er sie ins Foyer und bedrohte sie mit einer Pistole. Das Opfer musste die Geldladen öffnen, dann fesselte der Räuber es mit Kabelbindern an Hand- und Fußgelenken.

Altes Fluchtauto
Draußen sprang der Verbrecher in einen etwa 15 Jahre alten, blauen Ford Galaxy mit bosnischen Kennzeichen, die mit T beginnen. Drinnen konnte das Opfer die Kabelbinder abstreifen, da diese über der Jacke festgezogen waren. Als die 30-Jährige den Alarmknopf drückte und wenig später die Polizei eintraf, waren die Verbrecher verschwunden. Jetzt hofft die Polizei auf Hinweise!

Raub wegen 11.000 Euro Schulden
Die Bank war bereits 2015 überfallen worden. Damals hatte ein bosnischer Linzer (26) wegen 11.000 € Schulden zugeschlagen, war wenig später mit 23.800 Euro Beute geschnappt worden. Er wurde zu 4 Jahren Haft verurteilt – sein Nachbar (29), Helfer und Gläubiger, der ihm auch die Pistole geborgt hatte, zu fast 5 Jahren. Das Duo sitzt in Haft, hat also ein Alibi.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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