Do, 26. April 2018

Alarm in Desselbrunn

02.02.2018 05:29

Brand in Schießkeller fordert zwei Verletzte

In einem Schießkanal für Faustfeuerwaffen in Desselbrunn brach am Donnerstag ein Brand aus. Zwei Sportschützen (50 und 62) versuchten das Feuer zu löschen. Dabei gab es eine Stichflamme, die beide schwer verletzte. Cobra-Einsatzkräfte brachten die Opfer in Sicherheit, einer der Männer schwebt in Lebensgefahr.

Was ist im Schießkeller passiert, dass es zu dem Drama kommen konnte? Der Vorfall scheint einigermaßen rätselhaft, die Ursache war am Donnerstag noch völlig unklar. In Schießanlagen herrscht üblicherweise absolutes Rauchverbot, und auch das Hantieren mit offenem Feuer ist unter keinen Umständen gestattet.

Im Schießpark "Viecht"
Der dramatische Zwischenfall hatte sich gegen 11.30 Uhr am Schießpark „Viecht“ zugetragen. Ein Gelände, das zwar dem Landesjagdverband gehört, jedoch von einer privaten Gruppe betrieben wird.

Schreie
Einer der Sportschützen dürfte beim Versuch, das Feuer zu löschen, selbst in Brand geraten sein. Auch sein Begleiter wurde dabei schwer verletzt.  Dennoch schaffte es einer der Männer  ins Freie. Cobra-Beamte, die auf dem Gelände gerade eine Übung abhielten, hörten zum Glück die Schreie und bemerkten starken Rauch im Eingangsbereich. „Sie sind sofort unter Lebensgefahr in den Schießkeller eingedrungen, haben den anderen Mann geborgen und Erste Hilfe geleistet“, sagt Kerstin Hinteregger von der Landespolizeidirektion. Die Verletzten mussten mit Helikoptern nach Wien und Salzburg geflogen werden.

Zu gefährlich
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. „Aus Sicherheitsgründen durften wir erst nach etwa eineinhalb Stunden damit beginnen“, sagt Jürgen Eichmair, Einsatzleiter der Feuerwehr Windern. Als Folge der enormen Hitze  war es immer wieder zu Detonationen in einem Nebenraum des Schießschachts gekommen, in dem Munition eingelagert war. Eichmair: „Es hat sich angehört wie Schüsse.“Erst nachdem längere Zeit kein Platzen von Munition mehr zu hören war, konnten die Feuerwehrleute den Schießkeller über einen Lüftungsschacht mit Schaum fluten. Betreten durfte die Anlage vorerst aber nicht werden. Sie bleibt bis Montag gesperrt.

Jürgen Pachner/ Kronen Zeitung

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