So, 22. April 2018

Joghurt übersehen

24.01.2018 16:53

Erster „Diebstahl“ im kassalosen Amazon-Supermarkt

Der erste Supermarkt ohne Kassa – krone.at berichtete - hat erst seit wenigen Tagen geöffnet, und schon kam es in Amazons „Go“-Shop in Seattle zum ersten „Diebstahl“. Allerdings ohne böse Absicht: Eine Kundin, die sich mit Lebensmitteln eingedeckt hatte, bemerkte nach Verlassen des Marktes, dass ein Joghurt nicht verrechnet wurde. Auf Twitter-Nachfrage erklärte der Hersteller: „Der geht auf uns!“

„Ich glaube, ich habe gerade einen Ladendiebstahl begangen“, postete die Twitter-Nutzerin Deirdre Bosa nach ihrem ersten Einkauf kurz nach der Eröffnung des Marktes. Amazons kassenloser Supermarkt, in dem alle Einkäufe automatisch abgerechnet werden, hatte bei Bosa offenbar einen Becher Joghurt übersehen und ihn beim Verlassen des Shops nicht verrechnet.

Der Vorfall machte schnell die Runde in den sozialen Medien. Selbst der Hersteller des Joghurts schaltete sich ein und richtete Bosa via Twitter aus: „Das geht auf uns!“ Auch Amazon selbst gab sich großzügig. Nachdem Bosa den Fehler bei einer Amazon-Managerin gemeldet hatte, erklärte diese laut einem Bericht des News-Portals „Grubstreet“, das Joghurt gehe "aufs Haus.“ So etwas passiere so selten, dass man nicht einmal ein Formular oder ähnliches programmiert habe, um solche Vorkommnisse zu melden.

Handy-App ist notwendig
Die Funktionsweise des kassalosen Amazon-Supermarkts: Die Ladenbesucher müssen eine "Amazon-Go"-App herunterladen und das Telefon an eine Schranke am Eingang halten. Von da an registriert die Technik mit Hilfe von Kameras und Sensoren, welche Artikel ein Käufer aus dem Regal holt und einpackt.

Es sei dabei nicht nötig, sie explizit in die Kameras zu halten. Das System komme dabei ohne Gesichtserkennung aus, betonte Amazon. Die Menschen würden vom System stattdessen als "3D-Objekte" wahrgenommen. Am Ausgang hält der Ladenbesucher wiederum das Telefon an eine Schranke, um "auszuchecken".

Preise auf Supermarkt-Niveau
Im Angebot von "Amazon Go" sind vor allem Nahrungsmittel: Salate, fertige Gerichte, Kochboxen, frische Lebensmittel, Getränke sowie Snacks einer Marke des von Amazon gekauften Bio-Supermarkts Whole Foods. Die Preise sind auf Supermarkt-Niveau.

Video: Amazon eröffnet ersten Shop ohne Kassen

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden