Di, 24. April 2018

Gefährliche Sonne

22.05.2009 17:01

Selbsttest zur Hautkrebs-Früherkennung

Du betrachtest dich sicher mindestens einmal pro Tag im Spiegel. Beim Zähneputzen, Frisieren oder einfach nur so. Wenn du das gezielt zweimal pro Jahr machst und dabei keine Körperstelle auslässt, also zum Beispiel auch die Kopfhaut und den Schambereich untersuchst, hast du bereits einen wichtigen Beitrag zur Hautkrebs-Vorsorge betrieben! Denn: Wer Hautkrebsvorsorge betreibt, hat sogar beim Auftreten von Melanomen gute Heilungschancen. Worauf zu achten ist, findest du im Info-Kasten unten. Achtung: Der Selbsttest zur Hautkrebs-Früherkennung ersetzt nicht den Besuch beim Arzt!

Für die Selbstuntersuchung  benötigst du gutes Licht, einen Ganzkörperspiegel, einen Handspiegel, zwei Sessel und einen Fön. Betrachte dann dein Gesicht und die Kopfhaut. Benütze beide Spiegel und den Fön, um die Haare  zu teilen. Überprüf die Hände und Unterarme, Nägel und Fingerzwischenräume sowie Handflächen nicht vergessen.  Vor dem großen Spiegel Ellenbogen und Oberarme, danach Nacken, Rücken, Schultern ansehen, dann mittels beider Spiegel Rücken, Gesäß und die Rückseite der Beine.

Keine falsche Scham
Im Sitzen Schienbein, Füße, Fersen, Knöchel  und Zehennägel kontrollieren. Bitte keine falsche Scham, auch im Genitalbereich kann Hautkrebs auftreten.

„Die Früherkennung hat hier einen besonderen Stellenwert. Rechtzeitig entdeckt und operiert kann dies bei Hautkrebs die vollständige Heilung bedeuten! Doch leider lassen immer noch viele Betroffene zu lange Zeit verstreichen, ehe sie nach dem ersten Auftreten von Symptomen einen Hautarzt aufsuchen“, so Univ.–Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie in Wien, in seinem Vorwort für die neue Broschüre „Sonne ohne Reue“ der Österreichischen Krebshilfe. Unter  01/796 64 50  bestellen oder oben downloaden.

Risikogruppe bewusst machen
Als erstes gilt es einmal zu bedenken, ob man zu  einer Risikogruppe zählt. Dazu gehören vor allem Menschen, die von Natur aus sehr blass, sehr blond oder rothaarig sind, viele Sommersprossen oder andere Pigmentmale haben. Aber auch jene, die sich berufsbedingt viel in der Sonne aufhalten, wie Bauarbeiter, Bauern etc. und Urlauber, die es häufig in Länder mit intensiver UV-Einstrahlung zieht sowie exzessive „Sonnenanbeter“ und Solariumbenutzer.

Auf jeden Fall gilt: Einmal jährlich  einen „Check“ beim Hautarzt einplanen und zweimal jährlich eine gründliche Selbstuntersuchung durchführen.

Dermatologe sieht „unter die Haut“
Wenn möglich, sollte immer der gleiche Dermatologe konsultiert werden, er wird den Hautstatus nämlich dokumentieren und den aktuellen Stand mit den vorangegangenen Ergebnissen vergleichen. So kann man Veränderungen feststellen. Meist wird das Auflichtmikroskop (Dermatoskopie) eingesetzt, mit dem man sozusagen „unter die Haut“ sehen  und auch das umliegende Areal betrachten kann. Moderne Geräte ermöglichen eine präzise, punktgenaue Diagnostik.

Allein in Österreich sterben jährlich 400 Menschen an Melanomen, rund 30.000 sind mit der Diagnose „heller Hautkrebs“ konfrontiert.  Bösartige Hauttumoren sind mittlerweile die häufigste Krebsform überhaupt!  Lesen Sie  nächste Woche über weit verbreitete Irrtümer im Umgang  mit der Sonne.

Karin Podolak (Kronen Zeitung) und krone.at

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