Im Gedenken an Jörg Haider blies die FPÖ in Innsbruck zum Vollangriff, welcher nach vielen Kommentaren kräftig in die Hose ging. Glaubt FPÖ-Chef Kickl wirklich, dass die Menschen so blöd sind und nicht mehr wissen, was sich einst zwischen Haider und ihm abgespielt hat? Mit der in Knittelfeld vollzogenen Trennung von FPÖ und BZÖ trennte sich auch das Duo Haider-Kickl. Kickl spitzte weiter zu, bezeichnete damals sein Ex-Idol als „Pippi Langstrumpf“, sagte ihm nach, er sei „ohne Rückgrat und Charakter“ und würde nur mehr in seiner Traumwelt leben. Hat Kickl schon vergessen, dass Haider das BZÖ gründete und sich von der FPÖ trennte, da es mit Kickls Ideologie niemals eine Zusammenarbeit geben konnte und er mit der „Nur dagegen“-Taktik und Trotzkopfpolitik seiner damaligen FPÖ nichts am Hut hatte? Haider hätte sich auch klar von den Identitären distanziert, etwas, das Kickl nie über die Lippen kommen wird. Kickl und die FPÖ feiern einen Haider, der klug genug war, sich von den extrem Rechten zu trennen. Schämt sich Kickl nicht, allen Ernstes für sich und die FPÖ das Andenken von Dr. Jörg Haider einzuverleiben? Dass Claudia Haider mitmacht und nach all dem die scheinheilige Huldigung ihres Mannes, der 2005 aus der FPÖ ausgeschlossen wurde, akzeptiert, ist unverständlich. Kickl hat Haider wegen des Verlassens der FPÖ verachtet und auf tiefstem Niveau beschimpft und jetzt ruft er ihn zum Heiligen aus. Einfach unglaublich.
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Di, 15.9.2026
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