Nach russischen Angriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau sowie auf die Grenzregion der Ukraine zu Polen hat die polnische Regierung Moskau eine Verschärfung des Konflikts vorgeworfen. Genügt es ihm denn nicht, dass er mit Cyber-Angriffen den Westen sabotiert? Muss er jetzt auch die Spirale der Eskalation noch weiter hochschrauben? Anscheinend hat er beim letzten Treffen der BRICS-Staaten mit Indien und China wirtschaftliche Abkommen erzielt, die ihn wiederum meinen lassen, dass er seine Kriegsziele erweitern kann mit Angriffen auf westliche Länder. Nun wird er aber in naher Zukunft sich einem Votum stellen müssen, bei dem der Ausgang schon jetzt feststeht. Nur die Tatsachen in seinem Staat sehen da etwas anders aus. Die Bevölkerung steht da nicht gerade hinter ihm, was seine kriegerischen Ziele anbelangt, und der inländischen Wirtschaft geht es ebenfalls nicht gerade rosig. Da könnte man doch meinen, dass er sich da der Verantwortung im eigenen Land entzieht und seine Kriegsgelüste erweitert. Nur da bewegt er sich auf dünnem Eis, denn da steuert er auf NATO-Gebiet zu. Was kann man denn noch solchen Aggressionen entgegensetzen, die auch Wirkung zeigen? Da gibt es doch schon jetzt eine Unzahl an Sanktionen, die er etwa mit China sehr wohl umgeht. Solange asiatische Länder sich nicht an Sanktionen beteiligen, so lange wird dieser Krieg wohl andauern. Nur wie sieht dann die Weltordnung aus, wo an allen Ecken und Enden sinnlose Kriege geführt werden. Ob da die Verantwortlichen ein Bild vor Augen haben, kann man wohl bezweifeln.
Eduard Wagner, Wien
Erschienen am Di, 15.9.2026
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