Wir haben einfach das falsche politische Personal!
Die Ferien sind vorbei und es wäre hoch an der Zeit, die wirklich wichtigen Probleme zu diskutieren und nicht nur Orchideenthemen. Es kann nicht weitergehen wie bisher. Das Land braucht Reformen, um aus der Erstarrung herauszukommen. Allein, wer soll das tun? Die beiden ehemaligen Gemeindepolitiker haben hinlänglich gezeigt, dass aus ihnen keine Staatsmänner werden, sie sollten endlich Platz machen für Personen, die bereit sind, sich den vielfältigen Anforderungen zu widmen, ansonsten wird die nach unten gerichtete Spirale echt bedrohlich. Wohin der Weg ansonsten führt, zeigt die Entwicklung der Schulden bzw. der darauf zu zahlenden Zinsen. Noch 2024 betrugen diese € 6,4 Mrd., der Langfristplan zeigt, dass sie bis 2029 auf 13,9 Mrd. steigen werden. Aber selbst dieser Horrorwert wird nicht halten, die EZB wird die Leitzinsen in den nächsten Tagen wieder anheben. Den Finanzminister scheint das nicht zu stören, er erstellt ein Budget, das sich auf die Einhaltung der Maastricht-Kriterien beschränkt. Geboten wäre eines mit einem Nulldefizit und Schuldenkonsolidierung. Wir brauchen aber auch eine neue Regierung, die bisherige zeigt keinen Reformwillen und schiebt die immer größer werdenden Probleme vor sich her. Was ist zu tun? Eigentlich wäre es einfach, eine Regierung müsste sich zwei übergeordneten Themen widmen: der Bewahrung des erreichten Wohlstandes und der Wiederherstellung unserer früheren Lebensumstände. Dazu brauchen wir zwei Parteien, und bitte keine Mehrparteienkoalition, die selbst das Problem ist. Wir brauchen dringend eine echte Wirtschaftspartei, eine, die die versteinerten und unsäglich teuren Strukturen auflöst, und eine Partei, die sich um die wirklichen Anliegen der Österreicher kümmert und nicht so tut, als wäre alles bestens.
Dr. Erich Gnad, Wien
Erschienen am So, 6.9.2026
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