Ich kenne den Werdegang der Dame nicht. Aber es muss darauf hingewiesen werden, dass für Familien mit Kindern das Auto erforderlich ist, um täglich alles unter einen Hut zu bekommen. Kinder in Kindergarten und Schule, Arbeiten, Kinder abholen, Einkaufen und vielleicht auch noch etwas Zeit für Persönliches. Dies funktioniert nur mit Fahrrad und Öffis vielleicht in einem kleinen (geschützten) Bereich. In der Privatwirtschaft, z. B. als Verkäufer/in oder in einer Produktion oder Dienstleistung, ist man da schnell an der Grenze des (zeitlich) Machbaren angekommen. Wenn man diese Position innehat, sollte bzw. müsste man die Sorgen der Menschen kennen und nicht in einer Blase leben. Am besten wäre es, wenn man selbst mal in der Situation war. Angst vor Autofahren kann man sich da nicht leisten. Da für die Dame das Auto an letzter Stelle kommt, ist sie mit Sicherheit die „beste Besetzung“. Wir bauen um viele Millionen eine Schönwetterinfrastruktur. In gewissen Blasen spielt es keine Rolle, wenn schlechtes Wetter ist und niemand das Rad benützen mag oder kann. In anderen Bereichen ist so etwas nicht möglich. Da kann man feststellen, wie sich Politiker vom Volk entkoppelt haben.
Erich Leister, Wien
Erschienen am Di, 1.9.2026
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