Die Isländer haben sich in einem Referendum klar gegen weitere Beitrittsverhandlungen mit der EU ausgesprochen. Und das, obwohl seitens der Befürworter alle Register gezogen wurden. Das Hauptargument der „Nein“-Partei war der Verlust der Rechte über die Fischerei. Hier machte sich sogar die Regierungschefin Frostadóttir selbst stark und versprach, dass sie persönlich für den Erhalt des Wirtschaftszweigs sorgen werde. Ähnlich wie 1994 in Österreich wurde den Menschen vorwiegend nur das Positive eines EU-Beitritts glauben gemacht. Wir erinnern uns an die hohlen Versprechungen: „Österreich behält den Schilling“, „Am Bankgeheimnis wird nicht gerüttelt“, „Nur wenn wir dabei sind, können wir auch mitreden“, „Die Lebensmittel werden billiger“ u.v.m. Leider ließ sich eine Mehrzahl der Österreicher (inklusive mir) blenden. Fast nichts von diesen damaligen Versprechen wurde eingehalten. Und dass wir heute aufgrund eines EU-weiten Versagens in der Asylpolitik auch definitiv nicht mehr Herr im eigenen Haus sind, wird uns täglich vor Augen geführt. Die Angstmacher und Befürworter eines EU-Beitritts Islands haben bei einer Wahlbeteiligung von über 82% verloren und ein kleines, schlaues Inselvolk hat sich somit seine Selbstständigkeit erhalten.
Alexander Neumann, Grünbach am Schneeberg
Erschienen am Di, 1.9.2026
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