Sehr geehrter Herr Seinitz, Ihr Artikel über die Angst vieler Russen vor einer neuen Mobilmachung im Herbst hat mich sehr bewegt. Der Gedanke an Familien, die erneut um ihre Söhne bangen müssen, ist mir besonders nahegegangen. Ihre Beiträge verfolge ich seit Langem mit großer Wertschätzung. Ihre int. Erfahrung, Ihre klare Analyse und vor allem Ihre Fähigkeit, hinter die täglichen Schlagzeilen zu blicken, beeindrucken mich immer wieder. Zum Thema: Mir ist wichtig, weder Russlands Verantwortung als Aggressor zu verwischen, noch die notwendige Hilfe für die Ukraine infrage zu stellen. Im Mittelpunkt steht für mich etwas anderes: Nach 54 Monaten Krieg muss die Frage erlaubt sein, wie Europa seine Kraft nicht nur für die Unterstützung der Ukraine, sondern ebenso entschlossen für einen politischen Ausweg aus diesem Sterben einsetzen kann.
Alessandro Ferrari, per E-Mail
Erschienen am Mo, 31.8.2026
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