Die politischen Sommergespräche 2026 haben inzwischen Unterhaltungswert – nur leider keinen besonders lustigen. Einer klopft sich selbst auf die Schulter, der Nächste zeigt auf den Vorgänger, der Dritte erklärt, warum alles so schwierig ist. Und währenddessen wartet der Bürger darauf, dass endlich einmal etwas passiert. Es wird beraten, verhandelt, angekündigt und beschlossen. Dann wird wieder beraten. Große Überschriften werden präsentiert – nur der Inhalt scheint noch im Urlaub zu sein. Eine normale Familie könnte so nicht wirtschaften. Wenn dort ständig nur geredet, Schuld verteilt und nichts erledigt wird, sind irgendwann Konto, Kühlschrank und Geduld leer. In der Politik offenbar nicht. Dort reicht manchmal schon eine Pressekonferenz, um den Eindruck zu erwecken, man hätte ein Problem gelöst. Österreich braucht keine Politiker, die uns erklären, warum etwas nicht geht. Wir brauchen Politiker, die dafür sorgen, dass es geht. Denn vom Reden wird kein Land besser. Vom Tun schon.
Werner Pilz, Leoben
Erschienen am Do, 27.8.2026
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