Ein in die Jahre gekommenes Staatsoberhaupt, von dem man heuer trotz über 80 Mitarbeitern außer zwei Festspielreden und einer Elternempfehlung, Kinder länger fernsehen zu lassen, nichts gehört hat, meinte mal: „So sind wir nicht.“ Ohne es genauer zu bezeichnen, kann er damit nur die einheimische Bevölkerung gemeint haben. Ich gehe davon aus, dass damit nicht die zugewanderten kriminellen Jugendlichen unter 14 Jahren gemeint waren, welche durch Vergewaltigungen, Messerstechereien oder Serieneinbrüche auffallen und bei denen nicht bekannt ist, wie ihre Eltern darauf reagieren. Auch kann er nicht die Regierungsmannschaft meinen, welche nichts weiterbringt, keine Ideen hat, immer mehr Schulden macht und hartnäckig trotz Misserfolgen auf ihren hoch bezahlten Sesseln kleben bleibt. Ein Vizekanzler, der nur noch eine Lachnummer darstellt, aber auch ein Kanzler, den niemand mehr ernst nimmt. Wenn Bundeskanzler Stocker es nicht einmal schafft, in seiner Partei durchzugreifen und einen verhaltensauffälligen Kammerboss zum Rücktritt zu bewegen, muss man sich fragen: Wie will er Österreich regieren bzw. sich in der EU durchsetzen? Dazu die Forderung von Ministerin Bauer, in Brüssel den Beamtenstaat nicht um 2500 neue Jobs zu vergrößern und die EU-Kommission zu verkleinern. Das ist wünschenswert, letzten Endes aber doch nicht mehr als eine Nebelgranate. Denn jeder weiß, Österreich macht alles, was die EU anschafft und wird niemals ein Veto einlegen. Übrigens, Frau Bauer, Sie meinen, die Kommissare sind allesamt verdiente Persönlichkeiten. Meinen sie etwa einen Herrn Brunner, der uns vor den Wahlen belogen und uns ein Rekorddefizit hinterlassen hat? Also, Herr BP Van der Bellen, für die Bevölkerung gilt das „So sind wir nicht“, für die meisten unserer Spitzenpolitiker heißt es aber: „Doch, so sind sie.“
Ing. Anton Kern, Graz
Erschienen am Mo, 27.7.2026
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