Aber nicht erst seit jetzt. Die Gemeinde Wien hatte die Lobau 1923 zum Naturschutzgebiet erklärt. Aber Erklärungen sind für die Katz’, wenn keine Taten folgen. Eine Au lebt von fallweisen Hochwassern. Das hat die Gemeinde über viele Jahrzehnte verhindert. Die Lobau stirbt schon lange. Daher hat die Gemeinde Wien die Lobau bereits 2019 heimlich, still und leise aus dem jährlichen Naturschutzbericht gestrichen. Univ.-Prof. Dr. Helmut Habersack, Leiter der Abteilung Hydromorphologie der Universität für Bodenkultur, hat vor wenigen Jahren in zwei Symposien die Dramatik der Lobau aufgezeigt: „Lobau darf nicht sterben.“ Die hohen Beamten der Stadt Wien waren eingeladen. Geändert wurde seitens der Stadt nichts. Jetzt tritt ein, wovor die Wissenschaftler gewarnt haben.
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