Die letzten Wahlen in Deutschland haben gezeigt, wohin der Weg führt, wenn man gegen das Volk arbeitet. Nicht das Volk ist schuld, wird zunehmend extrem und versteht den Segen der Altparteien nicht. Nein, es sind die selbstherrlichen, unmäßigen und in vielen Fällen völlig unqualifizierten Regierenden, die ihren Absturz selbst herbeiführen. Doch wer jetzt an Selbstanalyse, Demut und Unrechtsbewusstsein denkt, irrt gewaltig. Wir machen alles richtig, nur es wird nicht verstanden, lautet das Credo. Plötzlich sollen Reformen her, die bei einiger Weitsicht schon längst hätten umgesetzt sein müssen. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, liegen Sie richtig. Auch in Österreich dasselbe Bild. Statt endlich die erforderlichen, budgetwirksamen Reformen anzugehen, wird weitergewurschtelt. Werden Minimaßnahmen gefeiert, Länderchefs kritisieren die Regierung, der Machterhalt ist einziges Ziel. Da werden Ängste vor Extremismus geschürt, obwohl man diesen sehenden Auges jahrelang importiert hat. Ein Blick nach Deutschland zeigt, wo es endet. Aber auch in Österreich Durchhalteparolen, medienwirksame Ankündigungen ohne echte Substanz, Reformen ohne wirkliche Wirkung und ohne Verantwortung beim Scheitern. Es ist fünf nach zwölf, runter vom hohen Ross und arbeiten für das Volk und nicht für die Partei. Zum Umdenken ist nur mehr ganz wenig Zeit.
Harald Koller, Sitzenberg-Reidling
Erschienen am Di, 22.9.2026
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